
Genächtigt habe ich in Saint-Malo auf dem städtischen Campingplatz in der Cite d’Alet. Ich fahre gerne dort hin, wenn er geöffnet ist. Das geht von Anfang April bis Ende September. Wenn die Route-du-Rhum- Regatta stattfindet, ist der Platz Mitte Oktober noch einmal für zwei Wochen mit eingeschränktem Angebot geöffnet. Man sollte dann allerdings reservieren, weil die Stadt während der Regatta sehr voll ist. Ich war Ende September dort. Auf dem Rückweg aus der Bretagne war der Platz schon geschlossen.

Zum Platz selbst: Man sollte einige Dinge wissen, bevor man ihn aufsucht. Da ist einmal das Faktum, dass es dort praktisch keine ebenen Stellplätze gibt. Unterlegkeile sind hier das Minimum. Und die sollten so hoch wie möglich sein. Oder man schafft sich ein Pärchen Hebekissen an, was unter Gewichtsaspekten die praktikablere Lösung zu sein scheint. Man sollte auch nicht erwarten, dass die Waschräume neu oder elegant sind. Es ist klassischer 1970er Style. Sauber und damit benutzbar sind sie aber durchaus. Was man bekommt, ist eine tolle Lage in der Stadt mit Blick auf den Hafen, die Altstadt und die Küste bis Dinard zu einem günstigen Preis. Ein Hotel mit eigenem Parkplatz und einer derartigen Aussicht in der Innenstadt zu finden, ist fast unmöglich und um mindestens den Faktor vier teurer. Und kurze Wege zur Altstadt und in den Hafen hat man auch noch. Beides kann man zu Fuß erreichen und ein Navigationssystem braucht man auch nicht dazu.

Was die Versorgung mit Nahrungsmitteln angeht, kann man sich unterwegs mit den wichtigsten Sachen auf der Anfahrt bevorraten und die Baguettes von dem Bäcker nehmen, der neben der Rezeption einen Verkaufswagen stehen hat. Ansonsten gibt es etwa 1,2 km vom Platz entfernt einen Carrefour- Shop, der das Nötigste vorrätig hat und einen Laden namens „Utile Saint-Servan-Sue-Mer“, der zur „Super-U“- Gruppe gehört. Man muss für den Einkauf so etwa eine Stunde einkalkulieren, wenn man zu Fuß geht.

Es gibt nicht nur die Saint-Vincent-Kathedrale, sondern auch den Weg dorthin. Diesen kann man zu Fuß zurücklegen, was von meinem Aufenthaltsort am zweckmäßigsten gewesen ist. Das Auto würde ich nicht nehmen, vielleicht noch den Bus. Der Grund liegt in den gegebenen Parkmöglichkeiten. Zudem sieht man einfach mehr, wenn man sich nicht beeilt. Aus meiner Sicht gibt es gerade am Strand einige sehr interessante Gebäude und Details davon zu entdecken und zu fotografieren.

Diese Bilder sind einfach im Vorbeigehen entstanden, hier an einem der Strände in der Innenstadt, dem Plage De Bas Sablons, der für mich auf dem Weg in die Altstadt lag.

Was auch beim Lesen der Aufnahmedaten auffallen dürfte. ist dass das Licht sehr hell gewesen zu sein scheint. Ich habe die Bilder am frühen Nachmittag als „Mitnehmbilder“ aufgenommen, weil dieser Bereich einen gewissen Charme verströmt, den man in der Stadt ansonsten eher selten findet, wie ich denke. Aber ich bin dort ja noch nicht fertig und werde daher noch öfter dorthin fahren.
.Zur Technik: Fujis X-T5 hat dieses Mal hergehalten. Dazu kam das als 2,8-4/18-55. Belichtungsdaten wie unter den Bildern und Nacharbeit mit Capture One.