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Frankreichtour. Ein holpriger Start und ein jähes Ende.

lindloff 01/06/2026 6 Minuten gelesen
Ein Teil des Corpus Delicti: Hier ist die Adblue-Füllstandswarnung mal nicht an…

Wie dem auch sei: Wenn es nach Frankreich geht, hat man als Nordlicht immer verschiedene Wege, dorthin zu kommen. Schon der Start gestaltete sich zeitlich schwierig: Das Gehäuse meines Wohnmobils, ein Renault Master, hatte zwei Probleme, die sich bei der fälligen Hauptuntersuchung zeigten: Einmal war das eine Achsmanschette(Wie kann sowas eigentlich schon nach 23000 Kilometern kaputtgehen?) und der NOX-Sensor der Abgasreinigung gab eine Fehlermeldung aus. So’n Mist, Zeitverzögerung. Und Ostern nahte auch noch. Mit einem bisschen Suchen und einem Tip des Werkstattmeisters der Renault-Werkstatt vor Ort(Dort ging das nicht auf die Schnelle) bin ich dann zu einer freien Werkstatt gefahren, mit den Instruktionen des Renault- Meisters im Kopf, der mich darauf hinwies, dass es reichen würde, den Fehler in der Steuerung des Systems zurückzusetzen. Die bei der HU gemessenen Abgaswerte waren in Ordnung(Eigentlich sogar richtig gut), bis auf die Fehlermeldung. Besagte Manschette an der Vorderachse musste halt gewechselt werden und wenn man schon dabei ist, kann man auch gleich noch eine Inspektion dürchführen lassen. Die Zeitverzögerung lag bei insgesamt zwei Wochen: Eine davon musste ich noch auf die freie Werkstatt warten und dann ging das schon mit dem Reiseverkehr zu Ostern los, den man besser abwartet, wenn man nicht stundenlang im Stau stehen will.

Alerdings war das Problem mit dem NOx- Sensor damit nicht beseitigt. Die Fehlermeldung kam erneut und ich musste meinen Ausflug nach fünf  Tagen in Saint-Omer(Das liegt in der Nähe von Dünkirchen) abbrechen: Das Risiko, dass das Fahrzeug ausfällt, war mir zu hoch. Wieder zuhause, habe ich mir einen OBD-2- Leser und eine App für das Smartphone besorgt, mit deren Hilfe ich den Alarm zumindest zurücksetzen und aus dem System löschen konnte. Einem Hinweis aus einem Forum folgend kann es auch sein, dass der Adblue- Tank einfach so voll ist, dass das Sensorsystem für den Füllstand nicht richtig funktioniert. Ein anderer Alarm verwies darauf, dass der volle Tank leer sein soll, was er nicht gewesen ist. Ich habe daher versuchsweise fünf Liter aus dem Tank abgepumpt, um zu sehen, ob das Problem wieder auftritt: Wenn ja, kann die Einspritzdüse dafür verdreckt sein oder der Sensor selbst ist defekt, woran ich momentan aber nicht glaube; die Abgaswerte waren bei der Nachprüfung besser als bei der eigentlichen Hauptuntersuchung. Daher erschien mir das am plausibelsten. Übrigens hat das nicht funktioniert: Die Fehlermeldungen sind wieder aufgelaufen und daher muss das System auf Fehler untersucht werden. Ergo: Hier hat keiner der Befragten die eigentlich richtige Antwort gegeben, die etwa so aussehen sollte: „Wir müssen erst nachsehen, was ist; aber meistens ist der NOX-Sensor defekt“. Alle andere klingt wie eine Spekulation auf den Verkauf von teuren Ersatzteilen auf Kosten des Kunden. Mehr dazu kommt später.

Morbus Defectus in der Ganzansicht. Wenn das Problem gelöst ist, kommen mehr Infos darüber.

Mal ein anderes Thema…

Das Problem mit den Staus hatte ich zuletzt im Herbst in Gent, Antwerpen und dann nochmal im Ruhrgebiet. Fahrzeit für rund 700 Km geschlagene 14 Stunden, davon allein sieben bis Antwerpen. Von meinem letzten Übernachtungsort namens Saint-Omer(Ich war schon das zweite Mal dort) waren das ganze 186km, die ich selbst mit meinem ersten Camper, einem alten Ford Nugget mit 85 PS, in knapp drei Stunden zurückgelegt habe. Mit dem Renault geht das deutlich schneller und leiser, wenn denn die Straßen auch mal frei sind. Pech gehabt, würde ich sagen. Nachts ist der Verkehr allerdings ruhig und man kommt gut voran.

Kleine Anekdote: Wer in seinem Leben noch nicht genug Karlsquell getrunken hat, kann das bei Feinkost-Albrecht in Frankreich nachholen. Das dortige Karlsquell kommt allerdings aus der Brauerei in Saint-Omer und nicht wie weiland die hiesige Aldi- Version von der Brauerei Martens in Belgien.

Was noch wichtig ist: In Antwerpen kann man ganz gut mit dem Camper übernachten, was ich auch mal auf dem Weg in Richtung Normandie/Bretagne getan habe. Auf einem Parkplatz außerhalb der Umweltzone übrigens, der für Wohnmobile gemacht und geeignet ist. Man sollte dabei wissen, dass das in Belgien normalerweise nicht erlaubt ist. Aber: Von der Polizei wird das eher großzügig ausgelegt; im parkenden Auto zu schlafen ist schließlich auch nicht verboten. Man sollte aber nicht übertreiben oder provozieren, mit einem Klo unterwegs sein und den Jägerzaun schön brav im Auto lassen.

Dieses Mal bin ich wieder durch das Saarland und die Eifel über Luxemburg gefahren, weil ich mir zum Start ein paar Gedenkstätten zum Ersten Weltkrieg in Frankreich ansehen wollte.

Thema Mobilfunk.

Organisatorisch habe ich das Thema SIM-Karten auch noch einmal angefasst. Ein gut funktionierendes Mobilfunknetz ist nun einmal wichtig, wenn man bestimmte Dinge treiben will wie z.B. diesen Artikel zu schreiben oder einfach des Abends einen Film oder die Tagesschau anzusehen. In früheren Zeiten hatte ich für den Zweck der Information einen kleinen Kurzwellenempfänger im Koffer. Die Deutsche Welle(So hieß das mal) konnte man so weltweit empfangen. Heute ist das einfacher: App aufs Smartphone, Telefon per Bluetooth mit dem Radio verbunden und der heiß und innig geliebte Heimatsender(Momentan sind das bei mir NDR Niedersachsen oder NDR2) dudelt über die ganze Strecke vor sich hin, wenn man nicht gerade in einem Funkloch steckt. Als Test für Mobilfunknetze ist das zudem das geeignetste Verfahren: Keine Lalla, kein Internet… Dabei geht es vor allem darum, die Erreichbarkeit zu verbessern, wenn man irgendwo in einem Grenzbereich übernachtet; einige Stellplätze in der Bretagne sind solche Orte, an denen die Billigangebote von Free und Reglo und das Roaming mit meiner deutschen SIM- Karte(O2) nicht gut funktioniert haben. Gigabytes bis zum Abwinken sind damit zwar nicht möglich, ab1er um die 100GB bei 100MBit für knapp 20 Euro sind hinreichend, wie sich gezeigt hat. Zudem hat man ja noch die Gigabytes von der Stamm-SIM, die man möglichst bevorzugt verbraucht. Die meinige ist in Deutschland „unlimited“; mittlerweile kann man aber auch mit einem O2-Vertrag rund 100GB/Monat im Roaming verbrauchen, bis das Limit erreicht ist.

Seine Schwächen hat das Ganze auch: Man braucht ein zweites Telefon, wenn das neue Smartphone nur einen Kartenslot hat(in dem die eigentliche Karte steckt) und eine E-Sim-Möglichkeit bietet. Mein altes Telefon hat dagegen zwei Plätze für SIM- Karten und daher musste es zusätzlich mit. Wichtig zu wissen ist auch, dass meine SIM von Congstar/Penny Mobil stammte. Mit Vodafone sollte das aber ähnlich gut funktionieren. Deren Roamingpartner scheinen dieselben wie bei Congstar/Telekom zu sein. Das zu testen, steht aber noch aus. Der Grund sollte klar sein (siehe oben).

Auch hier: Mehr kommt später.

 

 

 

 

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