Literatur- und Ausstellungsempfehlungen

Was man lesen sollte. Es geht bei diesen Bücher vor allem darum, dem geneigten Leser einen Einblick in die Bildgestaltung und die Fotografie allgemein zu geben. Manches davon ist aus den 1950er Jahren und eigentlich veraltet. Aber es macht allein deshalb Sinn, diese Bücher zu lesen, weil sie didaktisch sehr wertvoll sind und eigentlich besser als viele modernere Bücher das Wesentliche zur Fotografie vermitteln.

Ich habe diese Bücher genau nach diesen Aspekten ausgewählt. Werke wie „Das große Handbuch zur Casonifukopen“ fallen hierbei mangels Relevanz und unter dem Ziel des Wissenaufbaus nicht ins Gewicht. Das sind eigentlich erweiterte Bedienungsanleitungen zu bestimmten Kameramodellen mit eigentlich zu wenig Grundwissen.

Meine Liste sieht derzeit so aus:

  • Ansel Adams: Die Kamera.
  • Ansel Adams: Das Negativ.
  • Ansel Adams: Das Positiv
  • Andreas Feiniger: Feiningers große Fotolehre

Was die Schwarzweissfotografie angeht, ist das immer noch die Standardsammlung, wenn wir über diese Dinge reden. Aber auch wer nicht vorhat, klassisch zu arbeiten, sollte diesen Büchern einiges Wissen entlocken können.

Auch anwendbar und zu tieferen Einstieg in das Ganze:

  • Peter Fischer-Piel: Das Zonensystem

Auch hier gilt: Die vermittelten Dinge lassen sich auch digital anwenden und übertragen, auch wenn das manchen Leuten nicht so erscheint. Der wesentliche Unterschied Analog-vs. Digital liegt hier nur in der Anzahl der Graustufen, die heute größer sein kann.

Geschichtliches:

  • Beaumont Newhall: Die Geschichte der Fotografie.
  • Petr Tausk: Die Geschichte der Fotografie im 20. Jahrhundert.

Vor allem der Tausk sollte nur noch antiquarisch zu haben sein. Beide Bücher sind aus den 1980er Jahren, aber trotzdem interessant, weil beide wichtige Meilensteine in der Fotografie beleuchten.

 Bildbände

Als fotografisches Existenzminimum solle man das hier gesehen und gelesen haben:

  • Sebastiao Salgado: Genesis
  • Rolling Stone, Portraits aus den 1980ern
  • Edward Weston: The flame of recognitition
  • Ansel Adams: Meisterphotos
  • Ebenfalls interessant: Stern lesen. Die Hamburger Meinungsmacher haben immer wieder interessante Bildstrecken.
  • Etwas über die Agentur Magnumphotos.
  • Man Ray kann sehr interessant sein.
  • Getrude Käsebier
  • undundund…

Hier muss man sich im Klaren darüber sein, dass das hier nur eine Mustersammlung darstellt. Es gibt noch viele andere, die ebenfalls Erwähnung verdienen. Wer mag, sollte sich mal Material von Henri Cartier-Bresson, Josef Kudelka, David Bailey oder auch F.C. Gundlach ansehen.

Ausstellungsempfehlungen

„Family of Man“. Es handelt sich dabei um eine Ausstellung aus 1955, die zuerst im Museum of Modern Art“ in New York gezeigt worden ist. Heute kann man sie im Schloss Clervaux in Luxemburg besichtigen. Auf Wunsch Steichens, der selbst Luxemburger war, wurde die Ausstellung dem luxemburgischen Staat geschenkt. Für Interessierte lohnt der Weg auf jeden Fall.

In Norddeutschland

Aus physikalischen Gründen kenne ich natürlich vor allem Aussteller aus dem norddeutschen Raum. Wenn man schon hier wohnt, kann man auch empfehlen…

Deichtorhallen in Hamburg. Deren Website sollte man immer wieder mal besuchen, obwohl die Fotografie zumindest hier in Norddeutschland mittlerweile dermaßen populär ist, dass deren Ausstellungen schon im NDR-Fernsehen angekündigt werden und es in seltenen Fällen auch schon in die Tagesschau geschafft haben. Das Angebot dort ist meistens sehr attraktiv und der Laden am Wochenende voll.

Museum für Kunst und Gewerbe: Ein ebenfalls sehr interessanter Platz für Ausstellungen in Hamburg.

Kunstmuseum Wolfsburg: Auch das ist eine Reise wert. Wer ohnehin schon sein neues Auto aus dem VW-Werk abholt, sollte auch dort mal anhalten.

In Hannover: Die VGH-Galerie kann sehr interessant sein, die Galerie für Fotografie ist auch nicht schlecht und das Sprengel- Museum ein Muss, auch wenn dort weniger Priorität auf die Fotografie gesetzt wird.

Braunschweig: Das Museum für Fotografie ist ebenfalls zuweilen sehr interessant.

Öffnungszeiten wissen die Suchmaschinen und die Websites der Veranstalter.

 

 

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