Sagres

Sagres bei Sonnenaufgang, von einem hungrigen Fotografen. Bl. 8 bei 1/8tel Sek. ISO 400. Mit dem 32-64.

Die Gegend um Sagres ist ebenfalls nicht uninteressant. Immerhin ist Sagres einer der südwestlichsten Orte Europas und es gibt dort die „letzte Bratwurst vor Amerika“ für Leute, die nicht auf DAS kulinarische Glanzlicht aus Deutschlands Küchen schlechthin verzichten mögen.

Auch am Strand wächst immer noch irgendwas. Bl.22 bei 1/100stel. Mit dem 32-64.

Einen leicht zugänglichen und offensichtlichen Lost Place gibt es dort auch; es handelt sich um einen ehemaligen Fußballplatz. Nicht nur die Deutschen sind bekanntlich verrückt danach.

Umkleidekabine eines ehemaligen Fußballplatzes. Bl. 20 bei 1/480stel Sek. ISO 800.

Deutlich interessanter ist aber die Festung in Sagres, die besichtigt werden kann, was bei anderen Bauwerken dieser Art aus Sicherheitsgründen nicht immer möglich ist. Die Festung war auch der eigentliche Anlass meines Besuchs dort. Wer darauf steht, kann sich auch den ziemlich idyllisch gelegenen Hafen der Stadt ansehen und sich auf eine Rundtour durch das gerade entstehende Villenviertel der Stadt begeben. Ich habe dieses Mal beides gemieden, weil ich erst am Start meines persönlichen Eroberungstrips bin.

Die Festung in Sagres am frühen Morgen. Mit dem 32-64. 3 Sek., Bl.22. ISO 100.

In Sagres bleiben vor allem surfende Menschen häufig länger, um ihren Sport auszuüben. Wer beachen will, um braun zu werden, ist in Lagos oder Portimao besser aufgehoben, obwohl das hier natürlich auch möglich ist. Viel hat die Stadt eigentlich nicht zu bieten, aber etwas über die Geschichte des Landes kann man dort sehr gut lernen.

Schlafende und rostende Kanonen. Besser so als schießend. Egal wie alt das ist. 32-64.Bl. 20 bei 1/210tel Sek. ISO 400.

Alle anderen sind Tagestouristen, die sich vor allem den Leuchtturm ansehen und die Festung besuchen, um dann wieder zu verschwinden. Es soll ja der südwestlichste Punkt in Europa sein, wie es heißt. Am interessantesten ist allerdings die Festung, zusammen mit den anderen Bauten auf dem Gelände, von denen mit vor allem das Labyrinth aufgefallen ist.

Wehrgang. 32-64. Bl. 20 bei 1/400stel Sek. ISO 400.

In SW geht das auch und die Bilder wirken so irgendwie anders:

Transportweg zum Wehrgang. DIe Breite des Weges lässt darauf schließen, dass schwere Dinge dort herauf transportiert worden sind. Die Kanonen eben. Bl. 22 bei 1/110tel Sek. ISO 400.

Und damit man auch erkennen kann, dass das ein Bau ist, der vermutlich noch aus der Maurenzeit stammt, aber portugiesisch ist, hier deren Flagge, die zufällig auch farblich dazu passt

Flagge der Portugiesen. Bl. 22 bei 1/250stel Sek. ISO 400. Mit dem 100-200.

Ein Interieur habe ich auch noch, eine Schießscharte:

Schießscharte. 1/35stelSek. bei Bl.22, ISO 800. Mit dem 100-200.

Eine Art Hinterhof hat die Festung auch noch. Es gibt ja nicht nur die Festung selbst zu sehen, sondern auch noch einige andere Dinge wie einen(nicht so) interessanten Leuchtturm und einen Aussichtspunkt auf die Küste. Vor allem das akustische Labyrinth dort ist sehr interessant, auch in seiner Architektur. „Voz do Mar“, also „Stimme des Meeres“ heißt das Objekt.

Akustisches Labyrinth. Bl. 16 bei 1/800stekl Sek. ISO 400. Mit dem 32-64.

Wie man erkennen kann, ist der Eindruck in Farbe ein völlig anderer. Zonensystem- und Histogrammanbeter werden wieder einmal sagen, dass das nicht „ausgeglichen“ ist und sich über die flachen Grauwerte wundern. Ich habe zwar ein bisschen nachgeholfen, wollte aber auch das Erscheinungsbild des Labyrinthes herüberbringen.

Akustisches Labyrinth. Hier in Farbe. Bl. 16 bei 1/200stel Sek. ISO 400. Mit dem 32-64.

Wie man sieht, habe ich einige Bilder dieses Bauwerks, das meiner Meinung nach eher als Kunst denn als Architektur zu sehen ist, nach SW konvertiert. Trotz gleißendem Licht fällt der geringe Kontrast auf.

Akustisches Labyrinth. Bl. 22 bei 1/140stel Sek. ISO 400. Mit dem 32-64.

Einen weiteren habe ich auch davon noch. Ein Labyrinth braucht schließlich auch einen Eingang:

Akustisches Labyrinth. Eingang. Bl. 16 bei 1/350stel Sek. ISO 400. Mit dem 32-64.

Wenn man sich diese Bilder, vor allem die in SW, betrachtet, werden die Einflüsse eines gewissen Edward Weston immer wieder sichtbar, wie mir erst beim Schreiben des Textes aufgefallen ist. Man vergleiche mal einige Bilder Westons mit dem, was hier zu sehen ist, vor allem mit Blick auf die Grauwerte, soweit das möglich ist. Und ich dachte, ich wäre weg davon. Aber wenn man einmal mit dem „Straight Photograhy“- Ansatz angefangen hat, kann man auch nicht mehr damit aufhören. Bei dem was manche Leute „photoshoppen“, kann es sogar sein, dass daraus mal wieder eine Art „Bewegung“ wie zu Zeiten der Neuen Sachlichkeit, die es auch als Stilrichtung in der Fotografie gegeben hat, gibt. Heute würde man das dann wohl „back to the roots“ nennen.

Untergegangen ist die Sonne auch mal. Bevorzugt tut sie das am Leuchtturm. Deshalb springen wir nochmal da hin, weil es Leute gibt, die auf solche Bilder stehen.

Sonnenuntergang am Leuchtturm in Sagres. Bl. 22 bei 1/4tel Sek. ISO 100.

Zur Technik: Kamera und Objektive wie in den Bildunterschriften beschrieben. Nachgearbeitet in Capture One Pro 12. Verkleinert aus Faulheit in Lightroom, damit das Capture One schon mal neues Material importieren kann.

Morbus Adapterus Nikonus

Ein etwas anderer Anblick: GFX 50R mit Micro- Nikkor 1:4/105mm

Weil ein Nikon- Kleinbildsystem schon im Haus ist, liegt es natürlich nahe, weitere Objektive anzutesten, die schon im Hause sind. Anderes, das man noch nicht hat und das interessant ist, kann man auch gebraucht nachkaufen und gleichzeitig mit beiden vorhandenen Systemen testen und, wenn es passt, an beiden Systemen nutzen. Versuche an kleineren Kameras sind unnötig: Die Ausleuchtung funktioniert immer und man nutzt immer den „Sweet Spot“ im Zentrum des Bildkreises.

Man kann hier auch schon ein bisschen eingrenzen:

Bisher habe ich, abgesehen vom 4/28 Shiftobjektiv, vier weitere Objektive mal an die GFX gesetzt, um zu sehen, ob damit etwas zu machen ist. Da waren ein Nikkor 35-105, ein 4/80-200 und ein Tokina 2,8/60-120.

Ich kann zumindest für die drei Zoomobjektive sagen, dass es ohne Vignettierungen nicht funktioniert.

Mit dem vierten Objektiv hatte ich mehr Erfolg. Es handelt sich um ein altes Micro- Nikkor 1:4/105 aus den späten 1970er Jahren, das in erster Linie an der D600 seinen Dienst tut und auch für meine Ebayfotos herhält.

Pentax 645. An den Bildrändern kann man das Problem sehr schön erkennen. Aufnahmeentfernung ca. 0,8m, Blende 22.

Wenn man aber denkt, dass der darstellbare Bildkreis und das, was der Linsensatz eventuell leisten kann, in einem Zusammenhang miteinander stehen, irrt an genau dieser Stelle. Dieses Objektiv ist eine klasssiche starre Konstruktion, wie man sie von den meisten Festbrennweiten oder Großformatobjektiven kennt. Es wird immer der ganze Linsensatz hin- oder herbewegt, wenn fokussiert wird. Wenn man dann will, dass die Strahlen auch einen gewissen Bildwinkel auszeichnen, der im Mittelformat natürlich größer sein muss als im Kleinbildformat, wird klar, woran das bei dieser Linse liegt: Der Innentubus ist mit seinen 25-30mm Durchmesser schlicht zu klein. Mit dem Bildkreisdurchmesser, der mit zunehmendem Abstand Hinterlinse -> Sensor größer wird, passt es aufgrund der Röhre, also dem inneren Tubus, nicht. Im Gegensatz zum 35-105 kann man den auch nicht einfach mal ausbauen. Auf der anderen Seite kann man damit aber durchaus ab 1,5-1,7 Metern Distanz an vignettierungsfreie Bilder kommen. Als Portraitoptik ist es daher interessant.

Pentax 645. An den Bildrändern wird das Problem allmählich kleiner. Die Aufnmahmeentfernung lag bei etwa 1,2m, die Blende bei 22.

Probiert habe ich es auch mal mit dem erwähnten Ausbau der Rückblende meines manuellen 35-105. Dazu löst man drei Schrauben; dann kann man die Blende herausziehen. Das hat zumindest bei der längsten Brennweite funktioniert, während es bei allem unter etwa 100mm fröhlich weiter vignettierte. Das Objektiv ist damit eindeutig als nicht- mittelformattauglich identifiziert. In dieser Form wäre mit der GFX sehr interessant gewesen, zu wissen, ob das Objetiv die 50MP auch scharfzeichnen kann. Probiert habe ich es allerdings schon mal an einer D600, für die es nicht reicht. Hätte es gepasst, was natürlich illusorisch ist, wäre es meine neue Rucksack- und Flugzeuglinse für die GFX geworden. Mit KB- Film in meiner FM2 wird es aber seinen Dienst tun. Dafür ist es schließlich gemacht. Ich hatte schon schlechteres.

Die Schrauben des schwarzen Rings lösen und dann die gesamte Röhre entfernen.

Im Nachgang:

Es ist mir sehr wichtig, darauf hinzuweisen, dass es sich hier um einen Versuch ohne wissenschaftlichen Anspruch handelt. Ich war in erster Linie neugierig. Wer z.B. mit den Vignettierungen des Makros leben kann, weil er oder sie die Ecken irgendwie nicht braucht, kann natürlich damit arbeiten. Das Objektiv ist allerdings etwas kontrastschwach, was man aber in der Nachbearbeitung kompensieren kann.

Ich für meinen Fall werde mir in der nächsten Zeit noch ein Leitz- Elmarit ansehen. Und wenn es damit auch nicht wirklich gut geht, hänge ich es an die D600.

Ich werde mich bei meiner Adaptiererei auf meine vorhandenen Pentax- und Pentaconsix- Objektive stützen. Das erscheint mir sinnvoller. Einmal sind sie auch hier und zum anderen brauche ich eine Lösung zur Schärfeebenenverlagerung, also einen Adapter, mit dem man auch shiften und tilten kann. Und das geht nur, wenn der Bildkreis mehr als die mindestens 55mm misst, die man für die GFX oder auch eine digitale 645er Pentax braucht. Das geht aber erst weiter, wenn mein Adapterkit vollständig ist.

Im Mittelformat finde ich das immer; in Kleinbild in der Praxis wohl nur bei Shiftobjektiven, abgesehen von einigen Ausnahmen von Sigma und Canon und ein paar Zeiss- Linsen, deren Preise aber jenseits von gut und böse anzusiedeln sind und die ich für meinen Bedarf nicht brauche.

Auch das wurde ja schon erwähnt: Das 28er Shift habe ich nicht für die GFX gekauft, um es zu verstellen.

Technik: Die Bilder wurden mit einer Nikon D600 gemacht. Weil es Nahaufnahmen sind, meistens mit Blenden um 16-22 herum und bei ISO 100. Studioblitz. Nacharbeit mit Corel Paintshop Pro Ultimate 2020. Bei Einzelaufnahmen ist das einfacher für mich.

 

 

 

Am Strand von Sintra

Abrasion. Bl. 22. bei 1/420stel Sek. ISO 800. Mit dem 100-200.

Für einen Abstecher aus Lissabon kann Sintra sehr interessant sein. Es gibt z.B. allein vier Paläste und eine maurische Festung zu besichtigen. Dazu kommen noch einige Museen und einige Ausgrabungsstätten, deren Besuch für Interressierte durchaus interessant sein kann. Es kommt aber darauf an, ob man darauf steht.

Noch mehr Strand. Bl. 20 bei 1/75stel Sek. ISO 400. Mit dem 32-64.

In Sintra kann man nicht viel mit dem Auto ausrichten. Wenn man durch Portugal tourt und mehr vom Land sehen will, ist man aber auf das Blech angewiesen. Man hat hier also ein Dilemma, das irgendwie gelöst werden muss.

Abrasion. Bl. 22. bei 1/500stel Sek. ISO 800. Mit dem 100-200.

Die Abdeckung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist auf dem flachen Land so schlecht bei uns. Und bei uns ist sie in der Fläche bereits sehr schlecht. Soll heißen: Wenn man eine Unterkunft bucht, sollte irgendeine Haltestelle nebst einem Parkplatz in der Nähe vorhanden sein. Und die Unterkunft sollte sich in der Nähe der Innenstadt befinden, damit man mit etwa 30 Minuten Fahrzeit auskommen kann.

Strand. Ein herrlich triviales Bild. Bl. 20 bei 1/420stel Sek. ISO 400. Mit dem 32-64.

Demzurfolge habe ich am Ende die Schlösser gemieden, weil die Verkehrsführung dort teilweise nicht gut ist und die Straßen dorthin eng, steil und zugeparkt sind. Vor allem bei den Routen zu den von Touristen ohnehin übervölkerten Schlössern ist das der Fall.

Strand, was sonst. Bl. 22. bei 1/150stel Sek. ISO 800. Mit dem 100-200.

Ich bin in weiser Voraussicht nur einen Nachmittag dort gewesen und habe mich dann wieder in Richtung Algarve und ihr Hinterland zurückgezogen, weil es im Norden ohnehin kühl und regnerisch wurde. Also musste Braga auch noch ein bisschen warten, während mein Besuch eher Ende September als Mitte Oktober stattfinden muss.

Abrasion. Bl. 22. bei 1/600stel Sek. ISO 800. Mit dem 100-200.

Für mich heißt das: Bilder aus den Schlössern Sintras werde ich vermutlich erst in zwei Jahren haben. Und die Öffis in der Stadt wahrscheinlich auch besser kennen. Solche Pannen passieren eben, wenn man das System dort nicht vollständig verstanden hat, weil die Möglichkeit, die notwendigen Sprachkenntnisse zu erwerben, für mich zeitlich erst im nächsten Jahr gegeben ist. Wie gesagt, die Stadt ist eigentlich schön und man kann wirklich dort hinfahren. Aus einem Schloss, das näher bei Lissabon liegt, habe ich aber einige, wenn auch nicht sehr gute Bilder.

Einzelgänger… Bl. 22 bei 1/140stel Sek. ISO 400. Mit dem 100-200.

Wieder mit Sintra versöhnt haben mich nach mehrstündigem Herumsuchen (Hier hat nicht einmal die Navigation mit Maps wirklich funktioniert, weil eine Straße gesperrt war) dann ein paar Bilder, die am dortigen Strand entstanden sind und die vermutlich noch niemand vor mir gemacht hat, obwohl vermutlich jeden Tag etwa 1000-1500 Menschen am Motiv vorbeilaufen.

Abrasion. Bl. 20 bei 1/350stel Sek. ISO 800. Mit dem 100-200.

Um den Sand und seine Körnigkeit zu betonen, muss man diese Bildern sehr rabiat nacharbeiten. Beim dieser Serie und den folgenden habe ich die Schärfe in Capture One stark nachgezogen und zudem noch den Schwellwert auf Null gestellt. Klar muss auch sein, dass es hier keine Spitzlichter gibt. Die sind in den „Abrasion“- Bildern schlicht nicht vorhanden gewesen.

Abrasion. Bl. 22. bei 1/500stel Sek. ISO 800. Mit dem 100-200.

Die Kontraste brauchten auch ein bisschen Nachhilfe und eine Tonwertkorrektur hat man auch noch, die sich auch reger Nutzung erfreuen durfte.

Abrasion. Bl. 22. bei 1/500stel Sek. ISO 800. Mit dem 100-200.

Ob es nun Gestein oder Sand ist, was sich so hingeformt hat, kann ich nicht sicher sagen. Klar ist nur, dass sich bei sichbaren Teil dieser Bilder um irgendeine Form der Erosion handelt. Ich bin kein Geologe und auch nicht deshalb dorthin geflogen.

Abrasion. Bl. 22. bei 1/450stel Sek. ISO 800. Mit dem 100-200.

Auf diesen Bildern wird man aufgrund ihrer Größe die Ergebnisse dieser Nacharbeit nicht erkennen können. Dazu sind sie einfach nicht hochauflösend genug und in eher niedriger Web- Qualität verkleinert; schon, zum Platz auf meinem gemieteten Webspace zu sparen.

Grob zur Technik: Fujifilm GFX 50R mit dazu passenden 32-64 und 100-200mm- Zooms. Belichtungsdaten stehen unter den Bildern. Nachgearbeitet in Capture One, wie weiter oben schon nachzulesen ist.

 

 

Lost Place in Almada- Quinta de Arealva

Sitzbank am alten Aussichtspunkt zur Brücke des 25. April. Mit der GFX 50R und dem 32-64. Blende 22 bei 1/5tel Sek. ISO 800.

Auf der Suche nach einem Platz, von dem aus man die Brücke des 25. April in der Gesamtansicht fotografieren kann, habe ich mich natürlich nach einigen Plätzen umgesehen. Wenn man nicht physikalisch in der Region ist, kann man das nur von einer Stelle aus tun: Dem heimischen Rechner und mit frei Haus gelieferten Bildern und Karten aus einer wohlbekannten Suchmaschine.

Pavillon. Technische Daten etwa wie vor. Aber ISO 500.

Gefunden habe ich am Ende mehrere anscheinend geeignete Plätze, unter anderem auch einen in der Nähe eines verfallenen Weinguts im Hafen von Almada. Dieser Ort ist sehr verwunschen; das Gut selbst ist interessant und bekannt, wenn man es vom Hafen aus betritt. Es gibt aber noch einen alten und mittlerweile kaum noch bekannten Aussichtspunkt, der nur noch wenigen Insidern als Angelplatz bekannt zu sein scheint. Ich war jedenfalls der einzige Tourist dort; der einzige angelnde Mensch dort war ein Einheimischer.

Vermutlich ein Pumpwerk. Mit der GFX 50R und dem 32-64. Blende 22 bei 1/2Sek. ISO 400.

Der Blick auf die Brücke ist leider nicht so prickelnd, aber ein paar nette Bilder von der alten Kelterei kann man dort auch einfangen. Zudem war das Wetter schlecht. Das ist manchmal gut, aber manchmal auch nicht, wenn man sonniges Licht braucht, um einen bestimmten Effekt zu erzielen. Lost Places gehen aber immer irgendwie und diesen bekommt graues Wetter bisweilen besser als strahlender Sonnenschein. Es ist also eine Frage der Situation und keine Grundsatzfrage, die hier beantwortet werden muss.

Wasserauslauf im Pumpwerk. Mit der GFX 50R und dem 32-64. Blende 22 bei 2 Sek. ISO 400.

Die Kelterei und ihr Umfeld wurden eine Woche später, als ich die Gegend noch einmal besuchen wollte, von der Polizei abgeriegelt. Es wurde dann wohl zu gefährlich, was man gut verstehen kann, wenn man dort mal gewesen ist.

Hebelarm. Mit der GFX 50R und dem 32-64. Blende 22 bei 2 Sek. ISO 400.

Wie nicht zu übersehen ist, habe ich aber trotzdem ein paar Bilder machen können, die auch herzeigbar sind, aber von der Schokoladenseite im Hafen her war halt nicht mehr dranzukommen.

Graffiti. Mit der GFX 50R und dem 32-64. Blende 22 bei 2 Sek. ISO 200.

Bis dahin gab es zwei Wege, an diesen Platz zu kommen. Der eine geht durch den gesamten Hafen von Almada, der aber nicht zielführend ist. Das wäre die Empfehlung des Navigationssystems in meinem Mietwagen gewesen. Die zweite Variante aus dem Handy war erfolgversprechender und am Ende auch zielführend.

Graffiti. Mit der GFX 50R und dem 32-64. Blende 22 bei 1/5tel Sek. ISO 200.

Bei dieser handelte es sich um den alten Aussichtspunkt auf die Brücke, die ich hier auch noch zeigen werde, die aber nicht Gegenstand dieses Artikels ist. Auch dieser Aussichtspunkt hat keine echte Adresse mehr. Man muss also auch hier etwas suchen.

Graffiti. Mit der GFX 50R und dem 32-64. Blende 22 bei 2 Sek. ISO 200.

Allerdings sind beide Routen nicht für große Autos geeignet. Das muss man auch dazu sagen. Die Straßen in den Altstädten sind manchmal schon für einen VW Golf zu eng. Mit dem gemieteten Peugeot, einem 208, hat das gerade noch funktioniert. Beim nächsten Besuch wird es dann ein VW UP oder ein ebenfalls kleiner Mitsubishi Space Star.

Graffiti. Mit der GFX 50R und dem 32-64. Blende 22 bei 1/10tel Sek. ISO 200.

Ich muss auch hier wieder darauf hinweisen, dass die Risiken bei der Erstellung solcher Bilder nicht zu unterschätzen sind. Wer sich nicht sicher ist, betritt so ein Gelände besser nicht. Ich weiß aus meinem einstigen Lehrberuf bisschen was über alte Bausubstanz und kann so zumindest grob einschätzen, was risikobehaftet ist und was es nicht ist.

Latrine. Mit der GFX 50R und dem 32-64. Blende 22 bei 8 Sek. ISO 200.

Man sollte wissen, dass ich bis hierher mein Nikon- Shift nur sehr verhalten einsetzen musste. Es ist ohnehin schon im „Alltagsbetrieb“ und daher muss man auch keine Versuche mehr damit fahren. Nicht alles braucht oder verträgt ein wirklich kurzes Weitwinkelojektiv.

Grafitti. Mit der GFX 50R und dem 32-64. Blende 26 bei 1/2 Sek. ISO 200.

Zu guter Letzt wie immer das Technische: Aufgenommen wurde alles mit einer Fujifilm GFX 50R und dem 4/32-64er Zoom. Nachgearbeitet wurde in Capture One. Solche spannenden Dinge wie Belichtung korrigieren, Klarheit etc. Verkleinert habe ich aus reiner Faulheit und um C1 schon mal Bilder importieren zu lassen, in Lightroom.