Fujis GFX 50R — Die digitale Texasleica

So sieht meine GFX 50R aus. Hier mit dem GF 4/32-64.

Es ist allgemein bekannt, dass Dinge in Texas größer sind als anderswo. Auch für die Leicas gilt das und hier hat sich dann ein Cowboy mal richtig ausgetobt. Mal im Ernst: Das ist natürlich eine Legende und ein bisschen ironisch gemeint. Aber das Design erinnert mich durchaus an die alten 6×9- Modelle aus den 1970er bis 1980er Jahren, als solche Kameras noch gebaut und in bestimmten Bereichen auch verwendet wurden. Allerdings ist die Kamera deutlich kompakter als die alten 6x9er.

Einer zur Auflockerung. Mal wieder der Birkenhain bei Eickenrode. 1/160stel Sek. bei Bl. 13. ISO 400. Mit dem 5,6/100-200.

Kaufgründe, Tinnitus und andere Ausreden…

Es gab diese Frage schon länger: Bei Pentax bleiben oder auch im Mittelformat auf Fuji umsteigen? Die Kosten sind bei einem Neukauf sehr hoch; aber wenn man gebraucht kauft, natürlich erträglicher. Und wenn man etwas anderes, ebenso hochwertiges, abzugeben hat, wird das am Ende bezahlbar. Dieser Philosophie folgend habe ich beim Mittelformat das System gewechselt. Dazu kommt noch der Apsekt, dass man neue Bildbearbeitungssoftware von Adobe nur noch mieten kann. Ein Wechsel bei der Software steht also zusätzlich an.

Feld. Mit dem 100-200. 1/45stel Sek. bei Bl. 14. ISO 400. Im Original sieht man jedes Härchen und die Arbeit der Spinnen.

Dann gibt es bei Fuji irgendwie diesen „Habenwill“-Effekt, der bei jemanden aus Peine von nahezu jeder dieser Kameras ausgelöst wird. Da ist immer so ein dezenter „nimm mich, kauf mich“- Tinnitus in den Ohren des Autors, der manchmal erst verschwindet, wenn das Ding hier ist…

Gedacht, gesagt; und am Ende getan. Fujis GFX 50S gefällt mir persönlich wegen ihrer Ähnlichkeit mit normalen Spiegelreflexkameras nicht und besser als eine Pentax 645z ist sie in der Realität, wie die 50R, auch nicht; im Gegenzug aber gebraucht eigentlich noch zu teuer. Objektive für das System sind zudem bei Gebrauchtkauf Mangelware. Deutlich billiger und ebenso gut ist die GFX 50R, die es sich schon wegen ihrer relativen Kompaktheit in meinem Gehirn gemütlich gemacht hatte. Bedingung für einen Kauf war allerdings, dass der Preis günstig genug ist, um mich finanziell nicht zu übernehmen. Hier ist bei einem Neukauf immerhin vom Gegenwert eines kleinen Autos die Rede; und das ist schon eine Menge Geld. Gemeint ist hier natürlich das komplette Kit inkl. Objektiven und notwendigem Zubehör. Eine Hasselblad X1D hätte ich zwar lieber gehabt; aber auch das gute Stück hat seine kleinen Schwächen: Einmal ist sie erheblich teurer; auf der anderen Seite in der Qualität aber insgesamt nicht bis kaum besser. Dann sollte man wissen, dass die Hasselblad- Objektive seit Einführung der H- Modelle von Fuji kommen. Also stellt sich die Frage, warum man denn nun eine Hasselblad nehmen sollte, wenn man ähnliches auch bei Fuji haben kann, wenn wir über die Qualität reden. Zumal Fujis Reputation sehr gut ist, was den Objektivbau angeht und sich meine Erfahrungen damit decken.

Leichter werden sollte das Ganze auch noch, damit das auch in die Ferien mitfliegen kann. Anvisiert sind hier etwa 8 Kg als bei allen Fluglinien erlaubtes Handgepäck inklusive allem Zubehör vom Ersatzakku bis zum Laptop, aber ohne Stativ. Das wiederum verlangt nach einer leichten Kamera und nach einem möglichst flexiblen und gleichzeitig guten Objektivsatz, der zusätzlich auch noch aus maximal zwei Objektiven bestehen soll. Damit wurde die Wunschliste klar: Ich wollte eine GFX 50R, das 4/32-64 und das 5,6/100-200. Das dann auch noch so günstig wie möglich. So etwas geht nicht sofort, aber wenn man Geduld hat, hat man irgendwann mal Glück. Ich habe also irgendwann zugeschlagen und bin nun stolzer Besitzer des Beschriebenen…

Adapteritis

32 mm am kürzesten Ende sind für eine Kamera dieser Bauart schon relativ viel Weitwinkel. Wer mag, kann sich noch ein 24er für diese Kamera anschaffen. Ich werde das schon um meines Kontos willen nicht in dieser Form tun, sondern damit warten, bis sich eine andere Lösung herauskristallisiert hat. Gedacht ist derzeit an Kleinbild- Shiftobjektive, die aber adaptiert werden müssen. Zudem muss ich mich da noch ein bisschen schlaulesen, was deren Bildqualität in der Realität angeht. Klar ist aber schon, dass diese Objektive natürlich manuell bedient werden müssen, weil das meiste, das kommen soll, längst Technikgeschichte ist. Eine russische Lösung kommt bei dem einen oder anderen Pentax 645- Objektiv in Betracht; gedacht ist hier an einen Shift/Tilt- Adapter für mein 120er Makro und das 35er; aber das muss sich noch zeigen. Es geht primär um die Schärfeverlagerung nach Scheimpflug, um mehr Weitwinkel und deshalb vor allem um die Tiltfunkion, die ich so relativ einfach haben kann; die genannten Linsen sind immerhin schon hier. Shiften kann man sie zusätzliich noch, was manchmal bei Landschaften wichtig werden kann, wie ich aus Erfahrungen mit dem Großformat weiß und bei Architekturbildern wirklich wichtig wird. Das ist ein weiterer Vorteil gegenüber der 645er Pentax: Das Auflagemaß ist kurz; man kann sehr schön daran adaptieren und so zumindest als Landschaftsfotograf, bei dem es meistens nicht auf eine Sekunde ankommt, eine Menge Geld weniger ausgeben.

Für komfortorientiere Mitmenschen eignet sich das allerdings nicht: Man muss zumindest bei Nutzung der Pentax- Objektive manuell arbeiten können. Wer mal mit Großformatkameras gearbeitet hat, kennt das. Wer es nicht hat, muss erstmal lernen, die einzelnen Einstellungen in den Arbeitsablauf zu integrieren und lernen, schnell und trotzdem präzise zu arbeiten. Das kann schnell zu einer Art Drill werden, weil die Abläufe wirklich sitzen müssen.

Wie ist es denn nun, das gute Stück?

Aus einer anderen Perspektive.

Die Kamera selbst erinnert mich in ihrer Bedienung an die X-E2, die ich auch mal hatte. Nur mit dem Unterschied, dass sie größer ist und dass sich die Schalter besser anfühlen, weil sie irgendwie definierter einrasten. Es gibt nur einen Joystick zum Manövrieren durch die Menüs und zum Verschieben des AF-Punktes, der das klassische Tastenkreuz ersetzen soll und das aus meiner Sicht auch tut. Man muss sich nur daran gewöhnen. Ich kenne diese Bedienlogik schon und wer z.B. mit einer T oder Pro2 arbeitet oder mal eine E3 bespielt hat, weiß auch woher. Der Rest ist fujitypisch: Die Rädchen für Belichtungskorrektur und Verschlusszeit und den klasssichen Blendenring gibt es auch noch.

Die Rückseite. Man kann hier die Ähnlichkeiten mit den X-Modellen sehr schön erkennen.

Das wohlbekannte Q- Menü hat diese Kamera auch zu bieten und daher: Welcome Home, Man. Mit anderen Worten: Wer schon Fuji hat, hat’s einfacher.

Den Bildschirm kann man nur nach oben und unten klappen und einen Touchscreen hat er auch. Auf diesem Gebiet eher konservativ eingestellte Leute, zu denen ich mich beim Thema Equipment durchaus zähle, werden das begrüßen, weil es gefühlsmäßig etwas robuster als ein Schirm, den man in alle Richtungen bewegen kann. Selbst das Autofokus- Messfeld kann man so anwählen. Ob das bei einem Menschen mit großen Händen Sinn macht, ist allerdings etwas zweifelhaft. Für andere Dinge kann man das gute Stück allerdings durchaus benutzen, wie ich finde.

Der Sucher ist natürlich elektronischer Bauart und aus meiner Sicht ausreichend. Eine Dioptrienkorrektur gibt es und man kann sie arretieren, was sehr wichtg ist, wenn man sie braucht.

Baumdetail bei Peine. In Farbe. 1/75stel Sek., Bl.13, ISO 400. Mit dem 100-200.

Was die Verarbeitungsqualität angeht, gibt es nichts zu meckern. Die Schalter rasten ordentlich und man hat begriffen, dass ein Belichtungskorrekturschalter in einer Anordnung wie bei den Fujis etwas schwergängig sein muss, um nicht bei jeder Berührung verstellt zu werden. Das ist aus meiner Sicht der Hauptkritikpunkt bei den ersten X-Modellen gewesen: Man musste permanent darauf aufpassen. Eine Verrriegelung wäre trotzdem besser gewesen. Damit kann zumindest das Verschlusszeitenrad aufwarten.

Noch ein Baumdetail. Mit dem GF 5,6/100-200. 1/20stel Sek. bei Bl. 11, ISO 400.

Der Autofokus ist handlingmäßig wie bei den kleinen Modellen, aus mechanischen Gründen etwas langsamer, aber deutlich schneller als bei den 645er Pentaxen. Im Gegensatz zu Pentax braucht man den Akkuschrauberantrieb nicht mehr; die Objektive sind motorisiert, was dem technischen Fortschritt geschuldet ist. In modernen Zeiten geht sowas halt elektronisch. Im Gegenzug muss man für diese Objektive allerdings ein paar Euronen mehr auf den Tisch legen und sich den Kauf besser überlegen, wenn Wünsche aufkommen. Bei Neukauf gilt das in dieser Form nicht. Dann sind die Preise bei Fuji und Pentax ähnlich und wenn man zu neuem Pentax- Glas greift, sind diese Objektive teilweise teurer als bei Fuji. Der Vorteil des günstigen Gebrauchtkaufs bei Pentax fällt also auf der einen Seite weg; auf der anderen Seite hat man die schnelleren Optiken.

Die Obkektive entsprechen meinen Erwartungen. Alles fokussiert korrekt und die Bilder werden da scharf, wo sie scharf werden sollen. In der Verarbeitungsqualität sind sie ein erkennbar besser als die AF- Objektive von Pentax und man kann die Blende sowohl über den Ring als auch über ein Einstellrad an der Kamera verstellen. Die Blendenringe haben hierzu eine eigene verriegelbare Raststellung.

Das 100-200 hat leider eine kleine Macke, die wohl der Kompatkheit geschuldet ist: Die kürzeste Fokusentfernung ist variabel und liegt bei 200mm Brennweite bei 2 Metern und bei 100mm bei einem Meter. Das habe ich ín dieser Form zwar noch nicht gesehen, aber mechanisch ging es wohl nicht besser. Es ist immerhin kein Makroobjektiv. Und für einen Abbildungsmaßstab von 1:10 reicht das noch. Im Mittelformat sind wir hier immerhin schon bei einem Portrait. Ich werde wahrscheinlich mein altes 120er Pentax- Makro adaptieren und das für diese Fälle verwenden.

Die manuelle Fokussierung funktionert wie bei den XF- Objektiven mit einer Drive-by-Wire- Steuerung und nicht direkt per Schneckengang. Bei entsprechender Einstellung der Kamera kann man den Autofokus auch mauell „überstimmen“, falls das notwendig sein sollte.

Stromparanoia…

Eine Akkuladung sollte bei der GFX 50R für etwa 250-300 Bilder gut sein, wie aus der Anleitung hervorgeht. Im Mittelformat fotografiert man erfahrungsgemäß etwa um die Hälfte weniger als mit kleineren Kameras und insofern kann ein Akku über den Tag reichen, wenn man damit auf Tour ist. Knapp kann es aber schon mal werden. Daher sollte man sich über die Stromversorgung unterwegs einige Gedanken machen, wenn man sichergehen will, dass der Saft nicht ausgeht. Das geht mittlerweile auch hier mit USB- Fremdladern, von denen bis Dato nur ein einziges Modell hergestellt wird und das von Nightcore stammt.

Die Stromversorgung geht bei USB- Fremdladern nur mit QC- fähigen Netzteilen.

Dieses Ladegerät ist etwas speziell für jemanden, der sowas noch nicht aktiv im Einsatz hatte: Man kann es in zwei Formen verwenden: Einmal als Quickcharge(QC)-Lader; dann kann man zwei Akkus parallel aufladen. Und dann immer noch als konventionellen Lader; dann kann man zwei Akkus nacheinander aufladen. Das liegt daran, dass die Kamera mit höheren Spannungen läuft; hier sind es 10,8 Volt; die Ladespannung liegt bei 12,6 Volt. Bei einem Ladestrom von 500 mA bedeutet das, dass man schon rund 6,3 Watt plus der Verlustleistung des Laders braucht, damit man einen Akku laden kann. Nimmt man die mit circa 20% an, kommen wir schon auf etwa 8 W; bei zwei Akkus also auf rund 16 Watt. Das kann ein konventioneller USB-Anschluss schlicht nicht liefern. Man muss am Gerät nichts umschalten; das Gerät erkennt seine Stromversorgung selbst.

Ich habe mir mit diesem Gerät ein QC- fähiges Netzteil bestellt und nutze es in der schnellen Variante. Andererseits kann man es so immer noch an einer Powerbank verwenden, wenn Bedarf entsteht.

Zur Technik: Die Landschaftsbilder stammen aus der GFX und wurden mit Capture One Express 12 nachgearbeitet. Verkleinert wurde in Lightroom. Die Bilder von der GFX stammen von einer X-Pro2 mit einem 1,4/35. Diese Bilder wurden nur verkleinert.

 

 

 

 

 

Joshua Tree National Park

Alpenglühen in der Wüste. Fujis X-T2, Mit dem 55-200. Blende 14 bei 1/15tel Sek. ISO 200. Zusätzlich Cokin ND 0.9 graduiert.

Die letzte Station meiner letzten USA- Tour war wieder mal der Joshua Tree National Park in Kalifornien. Das war insofern zweckmäßig, weil ich am Ende der Tour noch Bekannte besucht habe, die mich auch gerne mal sehen.

Übersicht. Mit der X-Pro2 und dem 2,8-4/18-55. Bl. 20 bei 1/125stel Sek. ISO 200

Zudem wollte ich ein paar neuere Übersichten bei anderem Wetter haben und meine Graufilter weiter austesten. Die Hall Of Horrors hatte ich mir auch noch nicht so genau angesehen und hinter dem Skull Rock war war ich auch noch nicht kletternd unterwegs, um zu sehen, welche Schönheit sich dahinter verbirgt. Es ist eigentlich nur platte Wüste. Die Straßen dort wurden ziemlich genau durch die Highlights des Parks gebaut.

Skull Rock. Mit der X-T2 und dem 10-24. 1/250stel Sek. bei Bl. 11. Pflichtübung!

Zu guter Letzt hatte ich auch noch keinen fotografischen Beweis, dass dort auch Bäume wachsen. Wie man anhand des nächsten Fotos erkennen kann, ist das der Fall.

Baum. Mit der X-Pro2 und dem 18-55. 1/250stel Sek. bei Bl. 6,4. ISO 200.

Es geht aber erst einmal mit der Hall Of Horrors weiter. Die ISO erspare ich mir bei den Bildunterschriften. Das waren eigentlich immer 400.

Hall of Horrors die erste. Mit der X-Pro2 und dem 18-55. 1/320stel Sek. bei Bl. 10.

Ein kurzer Ausflug zum Wetter: Ich war überrascht, wie kalt es dort Ende Oktober werden kann und konnte trotz eigentlich gúten Wetters zumindest abends nicht auf eine warme Jacke verzichten. Man sollte so etwas also im Auto haben. Wesentlich kälter als etwa 18-20°C dürfte es aber tagsüber nicht werden.

Hall of Horrors die zweite. Mit der X-Pro2 und dem 18-55. 1/400stel Sek. bei Bl. 7,1.

Ohne Fratzen geht es halt nicht. Mich erinnert das an einige alte Fachwerkhäuser hier in Deutschland, an die man so etwas angebracht hat, um böse Geister zu bertreiben.

Hall of Horrors die dritte. Mit der X-Pro2 und dem 18-55. 1/400stel Sek. bei Bl. 10.

Noch eine Fratze:

Hall of Horrors die vierte. Mit der X-Pro2 und dem 18-55. 1/125stel Sek. bei Bl. 7,1.

Loriots Wum mit Schirmmütze. Die Älteren kennen das sicher noch. immerhin ist das zu Zeiten meiner Kindheit mal sehr populär gewesen.

Hall of Horrors die fünfte. Mit der X-Pro2 und dem 18-55. 1/60stel Sek. bei Bl. 13.

Nessie liegt auch herum. Schon etwas versteinert, aber immerhin…

Hall of Horrors die sechste. Mit der X-Pro2 und dem 18-55. 1/125stel Sek. bei Bl. 10.

Noch ein Gruppenbild:

Hall of Horrors die siebte. Mit der X-Pro2 und dem 18-55. 1/125stel Sek. bei Bl. 9.

Sport ist in den USA sehr wichtig. Daher kann man Kletterer und ähnliches öfter in den Felsen dort bewundern. Das steht allerdings auch mit dem Sinn des Nationalparks in den USA in Zusammenhang. Deren Zweck ist es, nicht nur die Natur zu schützen, sondern eben auch Erholungsmöglichkeiten zu bieten, die das Maß in Deutschland überschreiten würden. Ein weiterer Zweck ist der der Bildung der Menschen, die sie besuchen. Das wiederum ist auch in Deutschland so. Einen Vorteil hat das aber auch: Man kann die Touristenströme so kanalisieren und sie von den strenger geschützten Wilderness Areas fernhalten.

Balanceübung. Geklettert wird dort auch gerne. Mit der X-Pro2 und dem 18-55. 1/80stel Sek. bei Bl. 16., was bei den Wetterverhäktnissen in Kalifornien auch etwas mit Glück zu tun hat.

Abends konnte ich auch mal ein paar Wolken erwischen. Die unten zu sehende Formation ist allerdings ein Zufallseffekt. Es ist eine Mischung aus den inneren Reflexionen des 4/10-24, einem 0.9er Verlaufsfilter und einem normalen 0.9er Graufilter.

Wolken und Felsen. Mit der X-T2 und dem 10-24. 1/250stel Sek. bei Bl. 18.

Einen Sonnenuntergang habe ich auch dort eingefangen. Auch wieder mit den Verlaufsfiltern von Cokin, die ich ja mittlerweile öfters nutze.

Sonnenuntergang. Mit der X-T2 und dem 55-200. 1/15tel Sek. bei Bl. 20.

Der deutliche Magentaton in diesem Bild hätte auch herausgefiltert werden können, wie auf dem vorigen Bild zu erkennen ist. Nur muss man das nicht immer tun, wenn es der Bildstimmung dienlich ist, dass er erhalten bleibt. Aus meiner Sicht ist das obige Bild so ein Kandidat.

Zur Technik: Aufgenommen wurde alles mit Fuji- Gerät, einer X-Pro2 und einer X-T2. Als Objektive hatte ich den Zoom- Dreisatz aus 10-24, 18-55 und 55-200 im Rucksack. Passende Polfilter hatte ich zwar dabei, aber nicht benutzt. Mit Graufiltern gehen manche Dinge besser. Die Verlaufsfilter und den 0.9er stammten aus einem Kit von Cokin. Um bei meinen Objektiven Vignettierungen zu vermeiden, wurden es die mittelgroßen 100er. Stärkeres wurde hier, im Gegensatz zu Point Lobos, nicht gebraucht. Die Nacharbeit wie Wandeln und Anpassungen bei Belichtungsfehlern ist hier noch aus Lightroom 6.14, das mittlerweile einem Capture One 12 gewichen ist. Auch bei der mitgeführten Kamera wird es einen Wechsel geben. Ich habe mittlerweile eine gewichtsmäßig tragfähige Lösung für im Mittelformat gefunden, die aber am Ende doch nicht von Pentax kommt.

 

Ein bisschen Westküste.

San Simeon. Strand nach Sonnenuntergang. 2 Min. bei Bl. 8. ISO 400. Mit dem 18-55 an einer X-T2.

Wenn man den Highway 1 die Küste herunterfährt, sieht man eine Menge Pazifik. Meine Strecke ging immerhin von Monterey bis nach Lompoc.

Wie man auch weiß, können die Sonnenuntergänge an der Westküste sehr schön sein, wenn man weiß, wie man sie fotografieren sollte und ein bisschen mit den ND-Filtern herumspielt.

San Simeon. Strand nach Sonnenuntergang. 1/2 Min. bei Bl. 16. ISO 400. Mit dem 55-200 an einer X-Pro 2.

Wie unschwer zu erkennen ist, habe ich das auch getan und einige Langzeitbelichtungen gemacht. Immer eingesetzt habe ich einen partiellen ND8- Filter und zur Verschlusszeitverlängerung zusätzlich einen ND8 nach den Sonnenuntergängen und am Tage einen ND1000 anstelle des ND8.

Westküste am Tag beim Big Sur. ND 1000-Filter. X-Pro2 mit dem 55-200. 1 Min. bei Blende 20. ISO 400.

Es geht mir an dieser Stelle nicht so sehr darum etwas geniales im Bild festzuhalten oder selbst genial zu sein. Diese Bilder sind in erster Linie gemacht, um die Möglichkeiten dieser Filter aufzuzeigen. Einige davon mag ich trotzdem…

Bei San Simeon. Auch hier: ND 1000-Filter. X-T2 mit dem 18-55. 50 Sek. bei Blende 14. ISO 320.

Wie auch hier noch: Die Bilder entstanden allesamt mit dem genannten Fuji- Gerät. Nachgearbeitet wurde noch mit Lightroom; verkleinert mit Photoshop Elements. Letzteres hat mich mittlerweile verlassen. Ich bin auf mittlerweile Capture One und zusätzlich Corel Paintshop Pro gewechselt. Diese Programme haben sich als mindestens ebenso gut für den Hausgebrauch erwiesen und sind insgesamt erheblich billiger als die Adobe- Produkte.

Dieses Artikelchen ist übrigens das vorletzte aus der USA 2018- Reihe.

Kleiner Ausflug…

Innenleben in SW. Mit einem Tamron 4/70-210. 1/15tel Sek. bei Blende 22. ISO 200.

Die 600er Nikons sind getestet und sie funktionieren. Ausreichend originale Ersatzakkus, die ich als Restposten von einem britischen Händler erwerben konnte, habe ich mittlerweile auch und es ist daher an der Zeit, allmählich zur Praxis überzugehen.

Baumstamm. Innenleben in Color… Schon wieder mit dem Tamron 4/70-210. 1 Sek. bei Blende 22. ISO 200.

Diese Ausflüge finden auch aus technischen Gründen immer in der näheren Umgebung Peines statt. Und so fand ich auch den hohlen Baumstamm an einer Gemeindestraße liegend. Zu finden ist er in der Nähe von Rietze, einem kleinen Ort im Landkreis Peine.

Innenleben in SW. Immer nich mit einem Tamron 4/70-210. 2 Sek. bei Blende 29. ISO 200.

Zu meiner eigenen Überraschung lässt sich das in den Bildern genannte Tamron- Zoom bis auf Blende 32 abblenden. Bei modernen Objektiven ist das schon eine kleine Seltenheit, weil das Risiko der Beugungsunschärfe bei so kleinen Blenden sehr schnell ansteigt.

Noch was in Farbe. Auch mit dem Tamron 4/70-210. 1/50tel Sek. bei Blende 20. ISO 200.

Diese Serie entstand bis hierher, wie aus den Bildunterschriften zu erkennen, mit dem 4/70-210. Ein zweites Objektiv habe ich auch noch, ein 2,8/24-70 G1, das auch von Tamron kommt. Das wurde auch benutzt und angetestet und für gut befunden. Die ersten, meiner Meinung nach platzreifen Bilder kamen aber aus dem Tele und daher gibt es hier nur Bilder aus diesem.

Weiteres zur Technik: Nikon D600. Aufgenommen im NEF-Format, also als RAW und dann in Lightroom nach JPEG gewandelt und fürs Web verkleinert. Ein bisschen Nacharbeit gab es auch(Schärfen und Mikrokontraste anheben).

 

 

Wie ich dann doch noch bei Nikon geblieben bin.

Birkenwäldchen bei Ankensen. 1/80stel Sek. bei Bl.10. Mit einem Tamron 4/70-210.

Manchmal ist es so, dass man das Kleinbildformat eben doch noch braucht. Ich hatte zu Testzwecken eine Nikon D800 und ein paar alte Objektive dazu. Das Ganze wäre mir fast über den Kopf gewachsen, weil es eigentlich noch keine bezahlbaren Objektive gibt, die in ihrer optischen Leistung der Kamera wirklich gerecht werden können. Man will schließlich fotografieren und nicht das Haus beleihen. Im Klartext: Wenn man wirklich an große Prints kommen will, können das aus diesem Grund eventuell sogar kleine Kameras wie meine Fujis besser. Man sollte auch wissen, dass das kein Nikon- spezifisches Problem ist. Die Vollformat- Alphas von Sony leiden unter demselben Problem. Wirklich funktional werden Kleinbildsensoren mit viel Auflösung erst mit den passenden Objektiven. Und das wird sehr schnell sehr teuer. Teurer jedenfalls als das gebrauchte Pentax- Zeug, das ich im Mittelformat verwende.

Kornfeld bei Ankensen. 1/2stel Sek. bei Bl.16. Mit einem Tamron 4/70-210. ISO 400.

Die D800 wurde nach dieser Erfahrung mit relativ geringem Wertverlust gegen zwei D600 ausgetauscht, die wegen ihres einfacheren AFs billiger als eine D750 sind, aber ansonsten die gleiche Bildqualität abliefern. Der einfache AF, der noch aus der D7000 stammen soll, reicht für über 90% meiner Bilder. Für die fehlenden 10% muss man improvisieren.

Mal ganz triviale Alltagsfotografie. Kugelwasserturm der ehemaligen Ilseder Hütte. 1/400stel Sek. bei Blende 11. Mit einem Tamron 2,8/24-70 G1.

Wie man aus Kriminalromanen weiß, kehrt der Täter immer an den Tatort zurück: Ich besuche also Orte, die ich kenne und deren Lichtverhältnisse für mich gut kontrollierbar sind. Dieses Mal waren das die Ilseder Hütte und ein Gebiet bei Eickenrode.

Wasserleitung. Auch an der Ilseder Hütte. Bl.11, 1/80stel Sek.

Es gibt aber auch noch einen weiteren Unterschied, auch zur D750: Diese Kameras kosten, wenn man ein bisschen Glück hat und mit einer relativ hohen Auslösungszahl leben kann, etwa die Hälfte einer D750 oder auch einer D800. Manchmal ist das sogar noch weniger, wenn man Glück und Zeit hat. Man kann sich so ohne Mehrkosten eine zweite Kamera hinlegen und hat zudem ein wüstentaugliches System, an dem die Objektive im Regelfall an der jeweiligen Kamera verbleiben können. Der Sensor bleibt sauberer und es dringt kein Staub in das Innenleben der Kameras ein.

Wasserleitung. Auch an der Ilseder Hütte. Bl.13, 1/200stel Sek. Tamron 4/70-210.

Beim Kauf einer Kamera wie der D600 sollte man beachten, dass sie nicht zu alt ist und dass möglichst auch der Verschluss schon einmal getauscht werden ist. Der hatte in der ersten Produktionsserie ein Problem mit dem Abrieb einiger Metallteile und war zu großzügig geschmiert: Der Sensor tendierte dadurch dazu, nachhaltig zu verschmutzen. Dieses Problem sollte allerdings behoben sein. Viele potenzielle Gebrauchtkäufer dieser Kamera sind daher verunsichert und befürchten, dass das Problem wieder auftauchen könnte. Das aber wiederum und die eher geringe Wahrscheinlichkeit eines Wiederauftretens des Defekts machen die Kamera im Gegenzug vergleichsweise preiswert und für Kenner attraktiv.

Wasserleitung. Auch an der Ilseder Hütte. Bl.11, 1/400stel Sek.

Wenn man sie unterwegs einsetzen will, hat man zudem den Vorteil, dass die Akkus deutlich länger durchhalten als die der Fujis. Es gibt ein paar Dinge, die so eine Kamera nicht hat und die dementsprechend keinen Strom verbrauchen. Zwei ganz heiße Adepten sind an dieser Stelle neben dem Autofokus und dem Bildstabilisator der elektronische Sucher und die Signalverarbeitung, die bei Kameras wie den Fujis immer vollständig in Betrieb sind, wenn man sie benutzt. Zudem ist die Kapazität der Akkus größer. Man kommt so mit einer Ladung auf rund 1000-1200 Auslösungen, bevor nachgetankt werden muss. Für die Logistik unterwegs brauche ich in meinem Nutzerprofil nur noch einen Ersatzakku als Defektreserve. Mit zwei Fujis sind das genau vier plus den zweien in den Kameras.

Fenster. Auch an der Ilseder Hütte. Bl.16, 1/125stel Sek.

Mit geeigneten Objektiven, die nicht einmal teuer sein müssen, kann man damit schon eine Menge anstellen.

Die ersten Objektive, die ich für diese Kameras hatte, waren ein manuelles 4/80-200 und ein 3,5-4,5/35-105. Bei beiden handelt es sich um um die AI-Klassiker, die zu ihrer Zeit zum besten gehörten, dessen ein potenzieller Käufer habhaft werden konnte. Diese Objektive habe ich noch; sie sollen aber in erster Linie an einer mechanischen FM-2 zum Einsatz kommen, die mich schon seit Jahrzehnten begleitet.

Fenster. Auch an der Ilseder Hütte. Bl.13, 1/1250stel Sek. Mit Tamron 4/70-210.

Für die D600er habe ich mir ein gebrauchtes Tamron G1 2,8/24-70 und das neue 4/70-210 angeschafft, die sich beide gut an der Kamera machen, auch wenn man ein bisschen nachjustieren, also den Autofokus korrigieren, muss. Bei mir war das an einer der Kameras der Fall, genaugenommen an der älteren von beiden, die zwar einen neuen Verschluss hat, aber wohl noch aus der ersten Bauserie stammt. Sinniger ist es natürlich, das an der Kamera zu tun, wenn das möglich ist. So hat man definierte Objektive und kann die Kameras nachkalibrieren. Sonst würde aus der Logik heraus jedes Objektiv nur an eine Kamera passen. Und dann wäre es nicht mehr austauschbar.

Ob noch eine oder zwei Festbrennweiten dazukommen, muss noch ausgelotet werden und ist davon abhängig, ob ich sie überhaupt brauche. Ich denke derzeit an ein 2,8/14 von Samyang, das trotz seines vergleichsweise niedrigen Preises sehr gut sein soll. Das ist aber noch nicht ausgegoren und kann auch bei einem Zoom enden.

Zur Technik: Alles mit zwei D600 und den eben genannten Linsen. Soweit nicht anders in den Bildunterschriften vermerkt, alles bei ISO 200 als RAW aufgenommen. Nachgearbeitet wurde das Ganze in Lightroom(vor allem Verkleinern und Anpassung der Kontraste).

 

Diät die Zweite: Das 4,5/33-55.

Das ist die Linse, um die es geht. Das Pentax 645 FA 4,5/33-55. Hier an der 645z. Aufgenommen mit Fujis X-Pro2 und dem XF 1,4/35. Blende 16, 1/250stel Sek. ISO 100. Wie unschwer zu erkennen ist, mit Kunstlicht. Die Gegenlichtblende ist ein Fremdteil.

Wie es denn so ist, verlangt die Mitnahme einer Mittelformatkamera wie der 645Z nach einigen Überlegungen, wie sich Gewicht einsparen lässt. Am einfachsten ginge das natürlich, wenn man sich auf eine Olympus oder Panasonic im MFT- Format beschränkt. Ich will dieses Format aber nicht und habe meine Gründe dafür. Andere wiederum würden nie etwas anderes kaufen wollen. Aber die Detaildarstellung ist bei größeren Sensoren, wie einst auch bei den Filmen, einfach deutlich besser, wie mir schon nach den ersten Testbildern aus meiner ersten digitalen 645er Pentax klar wurde.

Behälter. 1/2 Sek. bei Blende 10.

Insofern ist das nicht anders als die Arbeit mit Film: Je größer die Abbildungsfläche, desto besser ist tendenziell die Detaildarstellung. Wobei das natürlich die passenden Objektive voraussetzt. Hier kommen sie halt von Pentax.

Allen Unkenrufen zum Trotz und entgegen allen Hinweisen zu der angeblich schlechteren Qualität und der aus Sicht einiger Mitfotografen etwas kruden Haptik(Es ist halt aus Kunststoff) habe ich mit eines dieser Objektive angeschafft. Ich konnte es sehr günstig schießen. Mit der Hoffnung, dass es vielleicht sogar einwandfrei ist. Hinsichtlich der Belichtung war es das sogar; fokussiert hat es auch korrekt, aber es war deutlich zu erkennen, dass es dezentriert gewesen ist.

Das Ersatzteildrama

Verrostete Tür bei Ilsede. 1/400stel Sek. bei Blende 11. ISO 400. Mit dem 33-55.

Die Suche nach einer Werkstatt, die imstande ist, das zu reparieren, also den Linsensatz korrekt zu montieren, führte mich nach Braunschweig zu einer freien Werkstatt, die solche Objektive reparieren können sollte. Diesem vermeintlichen Spezialisten fehlte aber eine Einrichtung, den Linsensatz korrekt zu montieren. Und mit diesen Worten wurde das Objektiv zum Werksservice weitergeleitet.

Graffito. 1/200stel bei Bl. 11. ISO 400.

Das Problem war, dass das Objektiv einen Fallschaden hatte und dass es vermutlich deshalb so billig gewesen ist; ich habe 330 Euro bezahlt, um mal eine Zahl in den Raum zu werfen.

Die nächsten Probleme waren der eigentliche Defekt und die Lieferzeiten für Ersatzteile.

Ich habe das Objektiv im Dezember 2018 gekauft und angetestet. Dabei stellte sich heraus, dass es eine Macke hat, deren Ursache besagter Fallschaden war. Das Objektiv ging Anfang Januar in die Werkstatt zur Durchsicht. Nach etwa zehn Tagen hatte ich den ersten Kostenvoranschlag für die Reparatur; vertretbare 330€. Dann passierte erst einmal zwei Monate nichts. Überhaupt nichts. Dann kam ein neuer Kostenvoranschlag, 580€. Bereits leicht angesäuert fuhr ich nach Braunschweig, um den Kostenvoranschlag nach reiflicher Überlegung zu genehmigen und meinen Ärger dort abzuladen. Danach passierte wiederum knapp drei Monate nichts. Am Ende kam eine E-Mail, dass das Objektiv fertig sei und ich es abholen könne. Was ich dann auch tat. Immerhin wurde der zweite Kostenvoranschlag eingehalten.

Dampfleitung. 1/30stel Sek., Bl. 14, ISO400.

Natürlich stellt sich bei so einem Verhalten auch eine andere Frage: Was wäre, wenn ich professionell arbeiten würde und wenn ich einen Service hätte, der geschlagene fünf Monate braucht, um ein Objektiv zu reparieren? Wahrscheinlich wäre ich dann schon vier Monate nicht mehr Kunde bei Pentax, sondern hätte mir etwas anderes besorgt; sehr wahrscheinlich käme das momentan von Fuji. Bei denen funktioniert der Service nämlich. Man muss sich herstellerseits auch fragen, ob man seine Kunden überhaupt noch bedienen will. Bei Pentax sieht das, vor allem unter Betrachtung des stark reduzierten DSLR- Programms, leider nicht mehr so aus. Daher kann man von folgendem ausgehen: Entweder man hat alles doppelt am Lager und erträgt deren Langsamkeit oder man kauft etwas anderes. Für mich ist jedenfalls klar, dass mein nächster Mittelformater in vier Jahren sehr wahrscheinlich von einem anderen Unternehmen kommt. Schade um Pentax. Denn eigentlich sind zumindest die Mittelformatsachen von denen exzellent.

Dampfleitungen. 1/13tel Sek., Bl. 22, ISO400.

Was ist denn nun?

…wird sich der eine oder andere nach meinem Hasspamphlet im letzten Absatz vielleicht fragen. Nun, die Reparatur scheint einwandfrei zu sein. Also haben wir zumindest einen Pluspunkt. Das Objektiv ist mittlerweile gleichmäßig scharf und daher funktioniert es, wie es soll. Die mechanischen Teile darin sind in der Tat getauscht worden, was man am Tubus auch erkennen kann. Das Objektiv sieht annähernd aus wie eines, das gerade aus der Werksverpackung geschält wurde. Das ist doch immerhin etwas.

Laufrad. 1/4tel Sek. bei Bl. 22.

Wenn ich den Gedanken der Gewichtsersparnis weiterspinne, kann ich jetzt mit drei Objektiven auskommen, um den Bereich von 33-300mm abzudecken. Etwas „Gap“ ist aber dabei. Wo dieser liegen kann, muss noch herausgefunden werden. Bisher ist das 4,5/45-85 meine Lieblingslinse am 645er System. Also müsste es das 4,5/80-160 sein, das zuhause bleibt, wenn es wieder mal auf Tour geht. Das werde ich in der nächsten Zeit ausloten. Es kann aber auch passieren, dass ich das 4,5/45-85 und das 4,5/80-160 für diesen Zweck durch ein 5,6/55-110 oder ein manuelles 4,5/55-100 aus dem 67er System ersetze. Letzteres ist momentan mein eigentlicher Favorit. Ich muss aber erst mal sehen, was der Geldbeutel hergibt. Sicher ist bisher nur, dass auch das ein Gebrauchtkauf wird.

Klingel. 1/16tel Sek. bei Bl. 16. ISO 400.

Springen wir noch mal zurück zum Ergebnis der Bemühungen des Unternehmens: Die Reparatur hatte anfangs auf die Funktion keine negative Auswirkung. Eine positive leider auch nicht. Das Objektiv erschien immer noch dezentriert.

Führerhaus einer Speicherdampflok. 1/160stel Sek. bei Bl. 13.

Bei mir äußerte sich der Fehler darin, dass das Objektiv deutlich erkennbar schielte. Ein paar Bilder später, etwa 100 an der Zahl, stellte sich ein anderer Effekt ein: Der Fehler geht zurück und die Abbildungsleistung des Objektivs wird allmählich deutlich besser als sie es vor der Reparatur war. In dieser Form habe ich das bisher noch nicht beobachtet. Mal sehen, was noch nachkommt. Es muss sich wohl erst einmal einlaufen. Bei allen anderen Dingen verhält es sich wie erwartet: Man muss ein bisschen an den Kontrasten arbeiten, weil es etwas flau ist. Tut man das, ist die Linse ähnlich gut wie die anderen Objektive.

Bei den kleinen Bildern hier im Netz kann man das nur schlecht demonstrieren. Man hat zwar Webspace gemietet, aber der ist begrenzt.

Schieber von Kohlewaggon. 1/40stel Sek. bei Bl. 11.

Die gezeigten Bilder sind noch am selben Tag entstanden, an dem ich das Objektiv abgeholt habe. 

Zur Technik. Alle Bilder stammen aus einer Pentax 645z. Aufgenommen wurde alles mit dem 4,5/33-55. Meistens stand die Kamera auf einem Stativ. Alles bei ISO 200. Zeiten und Blenden stehen unter den Bildern. Nacharbeit in Lightroom 6.14.

 

 

 

Mal ein Parkhaus im Bau

Parkhaus im Bau. Bei Tappenbeck. 2 Sek. bei Blende 32. ISO 200.

Das Gebäude sieht zumindest wie ein Parkhaus aus. Weil das 150-300 noch in der Einschießphase ist, habe ich die Gelegenheit genutzt, das gute Stück mal in dieser Richtung anzutesten, um zu sehen, ob und wie stark es verzeichnet und eventuell die Einstellungen im derzeit noch verwendeten Lightroom mit der Pentax 645z zu verfeinern.

Parkhaus im Bau. Bei Tappenbeck. 1 Sek. bei Blende 36. ISO 200.

Das Problem dabei ist allerdings, dass ich meine Bilder auf einem normalen Windows- PC verarbeite, der derzeit sogar noch mit der guten alten Version 7 läuft. Alternativen wie Phocus von Hasselblad, die eigentlich am interessantesten sind, aber nur mir Apple- Rechnern wirklich funktionieren, lassen sich so nicht nutzen. Nur: wer mag schon mehrere unterschiedliche Systeme vorhalten und wer zahlt gern viel Geld an Adobe, wenn das eigentlich nicht notwendig ist? Ich gehöre nicht zu dieser Gruppe.

Parkhaus im Bau. Bei Tappenbeck. 1 Sek. bei Blende 36. ISO 200.

Die Lösung hierfür heißt bei Fuji und einigen anderen Capture One, das ich in Zukunft für die Fuji- Daten verwenden werde. Mit den Daten der Pentax geht es leider nicht. Theoretisch gibt es einen einen Trick, dem Programm die Rohdaten, hier als DNGs, unterzuschieben. Aber es ist eben nur halblegal und daher unterlassen wir das besser mal. Ich suche hier also noch. Zudem: Ich habe das gekaufte Lightroom ja noch. Und damit ist es legal. Nur wird es die kommenden Fuji- Kameras eben nicht mehr unterstützen..

Parkhaus im Bau. Bei Tappenbeck. 1/1,7tel Sek. bei Blende 36. ISO 200.

Mal wieder zum Thema zurück: Ich wollte wissen, wie es um die Verzeichnung des 5,6/150-300 steht. Mit dem Ergebnis, dass es gut darum steht. Man muss, wenn überhaupt, nur minimal korrigieren. Also diese Prüfung hat es bestanden. Was ich auch noch wissen wollte ist, wie es sich bei größeren Entfernungen verhält. Dieses Gebäude stand etwa 200 Meter von mir entfernt, was schon eine gewisse Entfernung darstellt. Zudem wollte ich noch ausgelotet wissen, wie weit man das Objektiv ohne allzugroßen Qualitätsverlust abblenden kann, ohne in die Beugungsunschärfe zu geraten. Das ist in der Tat wie bei den anderen Linsen: Man sollte nur bis zur vorletzten Stufe schließen. Danach lässt es nach.

Parkhaus im Bau. Bei Tappenbeck. 1/3 Sek. bei Blende 36. ISO 200. 150mm.

Aufgenommen wurden diese Bilder allesamt mit der 645Z und dem 5,6/150-300. Und natürlich vom Stativ. Nachgearbeitet habe ich in Lightroom 6.14.

Point Lobos 2018

Die Küste. Hier schon nach Sonnenuntergang. X-Pro2 mit dem 18-55. 1Sek. bei Blende 20. ISO 200.

Auch während dieser Tour zog es mich wieder nach Carmel. Genauer gesagt, sollte es wieder zum Point Lobos gehen, den ich nach wie vor für einen der interessantesten Plätze halten, wenn es darum geht auf kleinem Raum viele Motive zu finden. Am Point Lobos ist es mittlerweile wie im Yosemite- Nationalpark: Man muss Glück haben, wenn man das Auto noch irgendwo lassen will. Vor allem am Wochenende ist das der Fall. Ich konnte auch beobachten, dass es in Carmel Menschen gibt, die dort ihre Mittagspause verbringen. Ergo gibt es dort zwei Stoßzeiten, die man besser meidet.

Baum. Pacific Grove. X-T2 und 55-200. ISO 200. 1/8tel Sek. bei Blende 22.

Die Intention war, dort hinzufahren, neue Bilder zu suchen und eventuell schwache oder nicht ganz gelungene Bilder neu zu machen. Meine Route war bis hierher diese: Death Valley -> June Lake -> Yosemite  -> Point Lobos und ein bisschen Westküste auf dem Rückweg Richtung Los Angeles.

Baum. Pacific Grove. X-T2 und 55-200. ISO 200. 1/4tel Sek. bei Blende 16.

Point Lobos ist wie es ist; ich war seit 1995 insgesamt das vierte Mal da. Schön ist es immer noch und wenn man weiß, wo in der Nähe man für wenig Geld komfortabel unterkommen kann, kann man sich auch ein bisschen dort aufhalten und Carmel auch gleich besuchen. Die Galerien dort sind für ihre Qualität bekannt, so dass ein Besuch sich so oder so lohnt.

Noch ein Baum. Auch mit der T2 und dem 55-200. ISO s200 und 1/15tel Sekunde bei Blende 16.

Bei diesem Besuch hatte ich ein bisschen Pech mit dem Wetter: Es war zu viel Sonnenschein. Also musste ich meinen Stil den Verhältnissen anpassen. Man kann es vielleicht mit einem Regentanz versuchen, aber ich glaube nicht, dass das funktioniert.

Weston Beach. Mit der T2 und dem 18-55. ISO 400. Blende 16 bei 1/60stel Sekunde.

Die Aufnahmedaten gebe ich hier nicht ohne Grund an: Wer dort fotografieren will, dem ergeht es wie in den Wäldern hier in Norddeutschland: Es gibt relativ viel Schatten und man braucht selbst bei gleißendem Licht noch ein Stativ, um an scharfe Bilder zu kommen.

Weston Beach. Noch einer. Daten ähnlich dem letzten Bild.

Man muss also immer noch schleppen. Carbon macht es einem halt leichter.

Auch Weston Beach. Auch mit der T2 und dem 18-55. Aber ISO 100 und 1/25stel Sek. bei Blende 11.

Der gute alte Weston Beach ist immer noch einer der schönsten Plätze dort. Soviel kann ich sagen. Aber wie auch schon öfter kolportiert, muss man selbst hinfahren, um das Ganze mit allen Sinnen zu erfassen. Wichtig ist auch hier, dass ich nur deshalb nur zwei Tage dort war, weil sich meine Tour dem Ende zuneigte und ich noch ein paar Bekannte besuchen wollte. Diese Verabredung habe ich dieses Mal an das Ende meiner Tour gelegt.

Der Vorletzte. Hier mal keine Aufnahmedaten. Auch am Weston Beach.

Und noch einer:

Weston Beach der Vorletzte…

Was man auch wissen muss, ist, dass ich die Ergebnisse früherer Besuche und Recherchen mittlerweile als Infrastruktur nutzen kann. Als jemand, der den Platz mittlerweile recht gut kennt, habe ich den Vorteil, dass ich mir nicht alles neu erwandern muss, weil ich das schon getan habe. Das ist allerdings wie bei vielen Plätzen: Wenn man einen Ort immer wieder in gewissen Zeitabständen besucht, entdeckt man auch immer wieder mal Neues. Und wie man sieht, kann man auch Point Lobos in Farbe fotografieren, wenn man es kann und das Licht passend ist. Ich wollte das eigentlich in Schwarzweiß haben, aber zuviel Sonne bekommt dem nicht. Bewölkung ist dort das bessere Wetter dafür.

Der letzte unter den Mokikanern. Mit der Pro2 und dem 18-55. Blende 14 bei 1/20stel Sek. ISO 200.

Wie meistens: Aufgenommen wurde hier alles mit Fujis X-Pro2 und -T2. Objektive waren das 18-55 und das 55-200.

Die Bildbearbeitung erfolgte wahrscheinlich das letzte Mal mit Lightroom 6.14. Ich habe mittlerweile etwas besseres, in das ich mich gerade einarbeite. Lightroom hat zudem den Nachteil, dass es mit den neuen Fuji- Kameras wie der H1 und der T2 nicht mehr zusammenarbeitet. Wer sich davon abhängig machen will oder auf Adobe steht, kann das gerne abonnieren. Ich will aber keine Miete für eine Cloud zahlen, die ich nicht brauche und für eine Software, die dann das Dreifache kosten würde ohne wirklich besser zu sein als die Konkurrenz, zahle ich das erst recht nicht. Auch wenn man eine Photoshop- Vollversion mitbekommt.

Diät die Erste: Das 1:5,6/150-300 zur Pentax 645z

In Action. Die 645z mit dem 150-300. Aufgenommen mit einer Sony RX100.

Vieles muss. Vor allem muss die 645er Ausrüstung schlanker und damit flugreisetauglicher werden. Bisher sieht es so aus, dass ich mit der 645D, zwei Objektiven und einem 2-fach Konverter mit Laptop, Navigationssystem und einem bisschen Kleinkram in einem Billigrucksack bei rund neun Kg Gesamtgewicht angekommen bin. Das Packmaß war nicht das Problem; die Kamera passte in den Rucksack und dieser auch in die Gepäckablage im Flugzeug.

Bisher sah die Ausrüstung so aus:

  • Die Kamera, 1,6 Kg.
  • Ein 4,5/45-85, Gewicht rund 900 Gramm.
  • Ein 4,5/80-160, Gewicht rund ein Kg.
  • Ein manuelles 3,5/35, Gewicht etwa 600 Gramm.
  • Ein 4/300, das knapp 1,5 Kg auf die Waage bringt.
  • Dann kamen noch ein paar Filter dazu. Etwa 500 Gramm.

Das sind dann rund sechs Kilogramm. Der Rucksack wiegt noch einmal drei und damit kann das so schon nicht mehr bei allen Gesellschaften mitfliegen. Bei der Lufthansa sind z.B. nur acht Kg Handgepäck erlaubt, auch wenn eventuell darüber hinweggesehen wird, weil es sich um teures Fotogerät handelt, das da im Rucksack ist. Erkennbar wird, dass etwas dagegen getan werden muss.

Den Anfang machen bei mir ein sich in Reparatur befindliches 4,5/33-55 als flexiblerer Ersatz für das 3.5/35, das zudem ein paar Gramm leichter als das 35er ist und das hier genannte 5,6/150-300, das Gegenstand dieses Artikels sein soll.

Baumwurzel. Mit dem 150-300. 1/30stel Sek. bei Blende 16.

Der Kauf

Wer sich auskennt, weiß: Mittelformatoptiken sind teuer. Und sie werden schnell billiger, wenn man sie gebraucht kauft. Besonders bei Pentax ist das aus unerklärlichen Gründen deutlich der Fall, auch wenn die Preise, vor allem für mechanisches Altglas, langsam anziehen und Preziosen wie das 3.5/35 schon richtig teuer werden können. Ich denke, dass hier auch Spekulation im Spiel ist: Pentax scheint das Soriment schrittweise umzubauen und bringt allmählich neue(und deutlich teurere) Objektive auf den Markt. Ob sie wirklich besser sind, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Das wird sich erst zeigen.

Meines stammt, wie das meiste für meine Kamera, von der Gebrauchtrampe. Neu wäre es mir zu teuer. Ok, Hasselblad ist noch ein bisschen teurer und Fujis GFX ist auch nicht billig, aber Pentax ist eben im Mittelformat am günstigsten, ohne dass es deutliche Qualitätseinbußen gegenüber teureren Anbietern gibt. Schwerer als ein GFX- System, über das ich mal nachgedacht habe, ist die Pentax als System auch nicht. DIe Objektive sind am Ende dafür verantwortlich; nicht die Kamera selbst. Genau genommen wäre ein Fuji- Kit wie das von mir geplante am Ende massive und schlachtentscheidende 50 Gramm(!) schwerer und je nach Rechenweise um den Faktor zwei bis drei teurer.

Auch ein Baumstumpf. Mit dem 150-300. 1/5tel Sek. bei Blende 22. ISO 400.

Wie abspecken?

Das mit dem Abspecken geht schon bei der Wahl des Ladegeräts los. Man kann das Original hernehmen oder sich ein paar USB- Ladeschalen anschaffen. Meine Entscheidung fiel, wie schon öfter beschrieben, zugunsten der USB- Schalen aus. Die Gründe:

  • Bessere Konnektivität: Man kann damit im Auto, am Laptop, im Hotel und an einer Powerbank laden.
  • Sehr günstig zu haben.
  • Ein USB- Ladegerät ist ohnehin meistens im Gepäck: Ob das nun mit ein paar Anschlüssen etwas mehr wiegt, fällt kaum ins Gewicht, wenn es nebst Kabeln im Koffer mitreist.
  • Mit einer zweiten Ladeschale hat man entweder ein Redundanzsystem oder kann mehr Akkus laden.

Die Redundanz ist allerdings der Hauptgrund für die zweite Schale. Mehr als etwa 300 Bilder kann man mit einer Kamera wie der 645Z kaum an einem Tag machen. Ein Akku sollte pro Ladung etwa 650 Aufnahmen liefern. Gewicht lässt sich hier allerdings kaum einsparen.

Weiter mit der Diät.

Das 5,6/150-300 ist als Zoomobjektiv relativ flexibel einsetzbar. Zudem ist es leicht und kompakt; zumindest im Vergleich mit den 4/300er Linsen. Und man kann in Verbindung mit einem 33-55 und einem 55-110 sehr flexibel arbeiten. Nur mit den 40mm „Gap“ von 110-150mm muss und kann man leben. Denkbar und physikalisch schwerer wäre auch der Verzicht auf das Weitwinkel zugunsten des 4,5/80-160. Dabei kommt es allerdings auch darauf an, was wie fotografiert werden soll. Geht es in die USA, braucht man eigentlich alles Genannte. Spinnt man den Gedanken weiter, kann zudem auch noch auf verschiedene Filtergrößen verzichtet werden: Es reicht dann ein einziger Polfilter mit 67mm Durchmesser für alle Objektive. Das sind schließlich auch ein paar Gramm.

Ähnlich wie das Bild oben. Mit dem 150-300. Blende 36 bei einer Sek. ISO 200.

Das kann das 150-300.

Die Fertigungsqualität ist trotz der ausgiebigen Verwendung von Kunststoff ordentlich, reicht aber in dieser Hinsicht nicht ganz an die anderen FA- Objektive heran. Die wichtigen Dinge wie die Zoomen, Fokussierung und Blendeneinstellung laufen zumindest bei meinem praktisch neuwertigen Erwerb soweit einwandfrei und sind leichtgängig.

Das Objektiv ist also besser als oft beschrieben, aber nicht so leicht zu händeln, wie es zuerst aussieht. Das liegt unter anderem an der sehr geringen Schärfentiefe bei der längsten Brennweite. Man muss sehr weit abblenden und sollte zudem auch hier nicht weiter als bis etwa 32 abblenden(also bis zur vorletzten Stufe), um nicht in den Bereich der Beugungsunschärfe zu geraten und damit unscharfe Bilder zu generieren. Hier ist Vorsicht geboten: Bei diesen Objektiven geht das sehr plötzlich und nicht allmählich, wie man das von den meisten Kleinbildobjektiven her kennt.

Man sollte wissen, dass es in der Abbildungsleistung insgesamt nicht ganz so gut wie die kürzeren Zooms ist; vor allem im langen Brennweitenbereich ist das der Fall. Aber es liefert deutlich bessere Bilder als ein Telekonverter, den ich in der Zweifach- Version hatte und dessen Bilder wirklich schlecht waren: Damit konnte ich die Auflösung der 645D immerhin auf unter 10 Megapixel drücken. Croppen ist dann sinnvoller. Große Bilder kriegt man aber auch mit diesem Objektiv hin.

Zudem kann es sinnvoll sein, per Hand nachzufokussieren. Das Objektiv soll, wie ich von zwei Mitfotografen weiß, eine Tendenz zum Fehlfokus haben. Man muss also auf die Linse aufpassen.

Es ist empfehlenswert, das Objektiv nur vom Stativ aus zu benutzen. 300mm als längste Brennweite ergeben mit der Auflösung der 645z schon ein hohes Verwacklungsrisiko; zumal der Bildstabilisator bei den meisten Pentax- Objektiven eine unbekannte Größe ist. Der weitere Vorteil sollte klar sein: Wenn man ohnehin vom Dreibein aus arbeitet, kann man die ISO der Kamera auch gleich in Richtung 100 einstellen und erzielt einen zusätzlichen Qualitätsgewinn.

Das soweit dazu. Am Ende das Übliche: Die Bilder stammen von der 645z. Alle Bilder sind mit dem 150-300 entstanden. Aufgenommen wurde alles in einem Waldstück bei Eickenrode. ISO um 200-400. Nachgearbeitet und verkleinert habe ich in Lightroom.

 

 

Yosemite die Zweite.

Tunnel View. Dieses Mal mit ohne Sonnenuntergang. Fujifilm X-Pro2 mit dem 18-55, Blende 11 bei 1/125stel Sekunde. ISO 400

Yosemite kann man bekanntlich nicht nur von oben betrachten, sondern eben aus dem Tal heraus, was andere Blickwinkel erlaubt. Das erste Bild ist das erste Bild, das man machen kann, wenn man von Fresno oder Merced aus in den Park fährt und hinter dem Wawona- Tunnel aus dem Auto springt, die Kamera aufbaut und ein paar Mal abdrückt.

Am Tenaya Lake sind wir auch mal gewesen…

Tenaya Lake bei Sonnenuntergang. Fujifilm X-T2 mit 10-24. Blende 10 bei 1/50stel Sek. ISO 200.

..und zwar am Abend. Am selben Tag war ich noch im Mariposa Grove, um mir mal wieder die Mammutbäume anzusehen.

Tenaya Lake nach Sonnenuntergang. Fujifilm X-T2 mit 55-200. Blende 9 bei 1/8tel Sek. ISO 200. Etwas später.

Sonnenuntergänge sind in meinen Augen Sonnenuntergänge. Aber wenn man sie fotografieren will, muss man Gedud haben und die Kamera nicht unbedingt in die Laterne halten. Diese Bilder sind in Lichtrichtung entstanden und haben aus meiner Sicht auch ihre Wirkung.

Tenaya Lake nach Sonnenuntergang. Fujifilm X-T2 mit 55-200. Blende 9 bei einer Sek. ISO 100. Noch ein bisschen später.

Wie man auch hier sehr schön erkennen kann, wechseln die Farben natürlich. Hier ist es dasselbe wie am Half Dome: Man sollte da sein, wenn es losgeht; am besten ein bisschen eher und länger bleiben als die anderen. Es ist allerdings nicht so voll dort. Um mal eine Vorstellung über die Entfernungen zu vermitteln: Ich war an dem Tag in der Mariposa Grove. Die Fahrzeit von dort(Mariposa Grove liegt kurz hinter der Einfahrt von Fresno) bis zu diesem See liegt bei etwa zwei Stunden.

Die aus dem Bus stolperten…

Bridalvail Fall im Herbst. Mit der X-T2. 1/2 Sek. bei Blende 16. ISO 100.

Auch hier konnte ich wieder die Bustouristen beobachten, die nie dort angekommen sind. „Sie haben uns hierher geschickt, also muss es etwas sein“ war der O-Ton, den ich von einem deutschen Pärchen vernehmen konnte. Die Leute haben auch etwas nicht verstanden. Unter anderem auch nicht, dass man sich auf so eine Tour auch vorbereiten kann und muss, um nicht herumzusuchen und Zeit zu verlieren. Das Internet machts möglich. Man braucht nicht einmal einen Reiseführer oder eine Karte sondern nur einen Drucker für die „Abarbeitungsliste“ und ein mobiles Gerät, das den Besucher dahin navigiert, wo er hin will. Das am besten in doppelter Ausfertigung: Einmal Maps von Google mit einer US- Simkarte im Dual-Sim- Smartphone und ein Navigationssystem fürs Auto. Mittlerweile hat man sowas einfach und auch ich bin nicht mehr 20 und komme trotzdem blendend damit zurecht. Dieses Mal war das übrigens am Bridalvail Fall, wo mir das aufgefallen ist. Das nächste Bild werden diese Mit- Touris auch nicht gesehen haben.

Bridalvail Creek. Mit der Pro2 und dem 55-200. Blende 22 bei einer glatten Sekunde. ISO 400.

Man kann nur immer wieder darauf hinweisen: Eine Rundfahrt mit einer Gruppe in einem Reisebus ist oft stressig. Ich habe mir etliche dieser Angebote angeshen. Gleiches gilt auch für die Mietwagen- Rundreisen. Der Vorteil liegt darin, dass man einen Vorgeschmack darauf bekommt; der Nachteil aber darin, dass man zwar viel sieht, aber auch viel vergisst.

Etwas herbstlicher…

Herbst in Yosemite. Fujifilm X-T2 mit dem 4/10-24. Blende 13 bei 1/125stel Sekunde. ISO 400.

…war es in diesen Tagen weiter unten im Tal. Auch hier ist es so, dass man den einen oder anderen Nebenweg abgehen sollte, um ein paar Details einzufangen. Das nächste Bild könnte so allerdings auch in Deutschland entstanden sein.

Laub. Sieht nach Eiche aus.

Ein bischen herumgewandert bin ich dort auch und interessantes zu sehen gab es auch dort.

Übersicht im Tal.

Diese Wiese findet man am Ende des Tals unter dem Half Dome.

El Capitan.

…von wo aus man auch an Bilder vom El Capitan kommen kann, der wohl der zweitmächtigste Felsen im Tal ist. Nach dem Half Dome.

Mal ein bisschen was Grünes im Mittagslicht. Das findet man auch nicht am Straßenrand.

El Capitan im Herbst. Mit der X-T2 und dem 4/10-24. Blende 13 bei 1/500stel Sek. ISO 400.

Das Bild oben ist dann mal eine andere Ansicht des El Capitan. Ich habe hier bei einigen Bildern mal auf die technischen Angaben verzichtet, weil sie sich sehr ähneln. Helles Licht führt zu kurzen Verschlusszeiten.

Noch einmal El Capitan aus einem anderen Blickwinkel.

..Und noch eine Baumwurzel, gesehen im Mariposa Grove:

Wurzel eines Mammutbaumes.

Aus dem Mariposa Grove habe ich auch noch andere Bilder, die mir aber nicht so gefielen. Wenn man fünf Tage im Death Valley aus allen Objektiven gefeuert hat, leidet das Visuelle ein bisschen und das Hirn braucht eine Pause. Diesem Zweck diente dieses Mal mein Rundgang dort. Daher habe ich aus diesem „Wäldchen“ keine wirklich guten Bilder, von der Baumwurzel oben mal abgesehen.

Das war Part zwei meiner 2018er US-Tour. Von hier aus führte mich mein Weg in Richtung Küste, um dort weiter zu fotografieren und noch ein paar nette Sachen am Point Lobos einzufangen.

Zum Gerät: Alles mit Fujifilm X-Pro2 und X-T2. Mit dabei waren nur drei Objektive: Das 10-24, das 18-55 und das 55-200. Dazu kamen ein paar Graufilter. Dazu aber später mehr. Nacharbeit derzeit in Lightroom, was sich aber ändern wird, falls die Fujis ein Upgrade bekommen sollten.