{"id":3863,"date":"2024-12-27T17:51:47","date_gmt":"2024-12-27T16:51:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.klicklack.de\/?p=3863"},"modified":"2025-03-19T14:34:48","modified_gmt":"2025-03-19T13:34:48","slug":"ein-pseudowissenschaftlicher-mikrofontest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.klicklack.de\/?p=3863","title":{"rendered":"Ein pseudowissenschaftlicher Mikrofontest."},"content":{"rendered":"<p>An dieser Stelle mal ein paar Erfahrungen, Hinweise und nicht Erw\u00e4hntes weiter unten im Dossier&#8230;<br \/>\n<embed width=\"300\" height=\"150\"><\/embed><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Rode NT-1a, Sennheiser MKE600 und ein bisschen Altmaterial im Test.\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/4PIV0QAlixM?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Wer Videos dreht, braucht Ton und den muss man irgendwie einfangen. Dazu gibt es mehrere Wege:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Billigl\u00f6sung mit dem eingebauten Kameramikrofon.<\/li>\n<li>Die Etwas-weniger- Billigl\u00f6sung mit einem Aufsteckmikro f\u00fcr den Zubeh\u00f6rschuh der Kamera. Das kann sogar schon zu recht guter Qualit\u00e4t f\u00fchren. Rode und Sennheiser sind die verbreitetsten und ziemlich gut. Unbekannte Marken von den gro\u00dfen Versendern w\u00fcrde ich nicht kaufen.<\/li>\n<li>Die bessere Billigl\u00f6sung mit einem dynamischen Mikrofon, das ebenfalls in den 3,5mm- Klinkenanschluss der Kamera gesteckt wird. Das kann sogar besser sein als die n\u00e4chste L\u00f6sung, wenn man ein gutes Modell kauft. Sennheiser oder AKG sind hier passende Kandidaten. Oder Shure. Diese Mikrofone aus dem Musikerbedarf kommen mit einem XLR- Anschluss und brauchen einen Adapter zur Kamera(XLR-Buchse -&gt; 3,5mm Stecker). Die hat der Musikalienh\u00e4ndler meistens vorr\u00e4tig. Als Kabel oder kurze Adapterstrippe, ganz nach Wunsch.<\/li>\n<li>Die nochmal etwas bessere Billigl\u00f6sung mit einem g\u00fcnstigen Richtrohrmikrofon f\u00fcr kleines Geld. Das kann man ab etwas unter 100 Euro haben. Dazu braucht man einen Phantomspeiseadapter. An die Kamera ageschlossen wird das wie die dynamischen Mikrofone.<\/li>\n<li>Die nicht mehr so billige L\u00f6sung besteht darin, das g\u00fcnstige Richtrohr in einen externen Tonrecorder zu stecken. Man muss den Ton dann in der Software synchronisieren. Ein guter Recorder mit XLR- Anschl\u00fcssen und Phantomspeisung beginnt am Allgemeinen bei etwa 200 Euronen. Tascam oder Zoom bauen sowas. Meine pers\u00f6nliche Pr\u00e4ferenz liegt dabei auf Tascam. Ich kenne die Marke schon l\u00e4nger und gut sind die Dinger auch.<\/li>\n<li>Dann kann man das g\u00fcnstige Richtrohr durch ein besseres Modell ersetzten. Ab hier wird es ordentlich, wenn man einen anst\u00e4ndigen Recorder kauft, der aber nicht allzu teuer sein muss. Ein Beispiel ist ein Tascam DR-60MkII, den ich zuweilen auch benutze. Auch hier muss synchronisiert werden. Zu empfehlende preis-werte(Der Bindestrich ist Absicht!) Richtrohre sind z.B. Sennheiser MKE 600 oder Rode NTG-1, -2 oder -4. Audio Technica hat auch noch was, ich kenne die neueren Sachen aber nicht. Mein derzeiter Favorit ist allerdings das Rode NTG-3, mittlerweile sogar noch vor dem Sennheiser MKE600.<\/li>\n<li>Der n\u00e4chste Schritt ist der, mit einem nochmal besseren Mikrofon zu arbeiten. Sch\u00f6ps, Neumann, Sanken und professionellere Sennheiser- Mikros aus der MKH- Reihe sind da gute und teure Kandidaten. Das f\u00e4ngt aber erst bei einem Tausi an, wenn man das neu kauft. Hier kann ein Gebrauchtkauf lohnend sein; man muss sich aber auch damit auskennen, weil viel altes Ger\u00e4t unterwegs ist, das mit den XLR- Anschl\u00fcssen nicht kompatibel ist. Adaptieren kann man, aber das kann teuer werden, wenn es nicht mit dem Mikrofon kommt.<\/li>\n<li>Dann kann man \u00fcber ein separates Toninterface f\u00fcr die Kamera nachdenken )und sollte das auch ernsthaft tun!).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wichtig ist dabei, dass man dort nicht nur kameraorientiert denken kann, sondern auch die Wiedergabekette des Tons verbessern muss. Billige Br\u00fcllw\u00fcrfel k\u00f6nnen das nicht und Bluetooth- Lautsprecher, die aber durchaus ihre Qualit\u00e4ten haben k\u00f6nnen, eignen sich in der Regel nicht als Abh\u00f6re. Und die Systeme aus den Elektronikm\u00e4rkten kann man auch nicht daf\u00fcr hernehmen, genausowenig wie eine HiFi- oder Surround- Anlage.<\/p>\n<p>Wichtig sind solche Ger\u00e4te aber beim Abh\u00f6ren des fertigen Tracks, weil man so einen Eindruck davon bekommt, wie es au\u00dferhalb des Schnittplatzes klingt.<\/p>\n<p>Gleiches gilt f\u00fcr die Soundkarten auf den Mainboards. Im Zusammenspiel mit den Billiglautsprechern wird es dann richtig \u00fcbel.<\/p>\n<p>Es muss also auch hier etwas anderes her. Am wichtigsten sind aus meiner Sicht diese Features:<\/p>\n<ul>\n<li>Sechs bis acht Kan\u00e4le.<\/li>\n<li>Von den sechs Kan\u00e4len k\u00f6nnen zwei mit einem Digitalausgang belegt sein.<\/li>\n<li>Das Ger\u00e4t sollte mit einem externen Netzteil kommen.<\/li>\n<li>Qualit\u00e4t geht \u00fcber Features; einen Monitorausgang f\u00fcr ein P\u00e4rchen Aktivlautsprecher gibt es immer. Einen Kopfh\u00f6reranschluss auch. Alles andere ist f\u00fcr Videozwecke Luxus.<\/li>\n<li>Aber: Auch wenn man nur einen oder zwei Mikrofoneing\u00e4nge braucht und mit einem einfachen, aber hochwertigen Interface auskommt, sollte man trotzdem auf Zuwachs kaufen. Das ist wie mit einem Fotorucksack: Am Anfang ist das Ding immer zu gro\u00df; am Ende immer zu klein.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es auch bei den USB- Interfaces qualitative Unterschiede. Und dann auch noch die Geschmacksfrage. Der eine mag das Klangbild und der andere hat wieder andere Pr\u00e4ferenzen. Bei einigen Fachh\u00e4ndlern kann man die Dinger auch online probeh\u00f6ren; aber wenn man dann nur eine Soundkarte im Laptop hat, sind die Unterschiede nicht h\u00f6rbar. Und mit einem zu billigen Interface kann man das auch nicht heraush\u00f6ren. Man ist also auf das Antesten angewiesen. Oder auf einen Blindkauf. Es sei denn, man kann sowas in einem gemieteten Tonstudio mal ein bisschen austesten, was eigentlich sinnvoll ist. Das reduziert in den meisten F\u00e4llen das Risiko eines Fehlkaufs zumindest ein bisschen.<\/p>\n<p>Wichtig dabei ist, dass das Interface \u00fcber eine externe Stromversorgung verf\u00fcgt. Bei den USB- Ger\u00e4ten ist man auf etwa neun Watt beschr\u00e4nkt, was nicht ausreicht, um das Ger\u00e4t mit einer Phantomspeisung zu versorgen, die Wandler und Vorverst\u00e4rker zu betreiben und dann auch noch ein P\u00e4rchen Kopfh\u00f6rer daran anzuschlie\u00dfen. So ein Ger\u00e4t braucht ein paar Watt mehr als etwas, das \u00fcber den USB-Bus mit Energie versorgt wird; aber man kann den Mehrverbrauch durchaus \u00fcber die Wahl des Rechners und des Monitors mehr als kompensieren, wenn man ein bisschen auf den Stromverbrauch der Sachen achtet.<\/p>\n<p>Bei den Interfaces auf der Kamera ist das etwas anders: Eine Kamera hat XLR-Anschl\u00fcsse oder halt nicht. Wenn sie keinen XLR- Anschluss hat, ist man auf externe Interfaces angewiesen. F\u00fcr die in die Kamera eingebauten Anschl\u00fcsse gilt im Grunde das f\u00fcr die USB- Interfaces Gesagte. Diese Teile sind manchmal innerhalb eines Systems nicht baugleich und es gibt auch von Modell zu Modell innerhalb eines Systems Unterschiede, sowohl im Klangbild als auch in der Qualit\u00e4t: Einiges davon klingt sogar ausgesprochen verf\u00e4rbt und blechern. Besser als mit Miniklinke zu arbeiten ist das allerdimgs immer. Man sollte auch wissen, dass das keine Normteile sind, was die Anschl\u00fcsse angeht; es gibt praktisch nur ein Interface f\u00fcr ein Kamerasystem, zuweilen sogar nur f\u00fcr ein Modell. F\u00fcr meine Lieblingsmarke(Fuji) gibt es z.B. ein Interface f\u00fcr den Zubeh\u00f6rschuh, das auf mehrere Modelle passt und nicht von Fuji kommt, sondern von Tascam.<\/p>\n<p>Was ich momentan wirklich als Interface benutze:<\/p>\n<ul>\n<li>Audiointerface: Presonus Studio 68C.<\/li>\n<li>Behinger UMC 202 HD, mein &#8222;Starter&#8220;. Klang: Geht so, schlechter als das Presonus.<\/li>\n<li>Behringer Xenyx 302 USB. Ist mir mal bei einem Gebrauchtkauf zugeflogen. Nicht prickelnd, aber unterwegs gut nutzbar.<\/li>\n<li>Auf den Fuji- Kameras: Tascam CA-XLR2d.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mikrofone, je nach Einsatzzweck:<\/p>\n<ul>\n<li>Audio Technica AT835B, mein bisheriger Favorit.<\/li>\n<li>Sennheiser MKE 600.<\/li>\n<li>Rode NTG-3.<\/li>\n<li>Rode NT-1a.<\/li>\n<li>AKG C2000b.<\/li>\n<li>Eine Saramonic- Funkstrecke und daf\u00fcr ein Tascam- Lavaliermikrofon. Ein Gedicht, wenn man damit umgehen kann und daf\u00fcr sehr preiswert. Rode sollte da \u00e4hnlich gut sein.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich habe auch ein paar favorisierte Kombinationen, mit denen ich unterwegs bin. Hier geht es in erster Linie um die Mikrofone, bei deren Nutzung ich mich am Ende nicht wesentlich von anderen unterscheide.<\/p>\n<p>Das Sennheiser MKE600 z.B. wurde erst interessanter, als ich mich wirklich mal damit besch\u00e4ftigt hatte. Gleiches gilt auch f\u00fcr die Gesangsmikrofone. Das Audio Technica war &#8222;Liebe auf den ersten O-Ton&#8220; und f\u00fcr das NTG-3 gilt das so auch. Aber: Man sollte auch wissen, dass Klangbilder auch Geschmackssache sind und dass in dieser Hinsicht auch die Ohren nicht bei allen identisch funktionieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An dieser Stelle mal ein paar Erfahrungen, Hinweise und nicht Erw\u00e4hntes weiter unten im Dossier&#8230; Wer Videos dreht,<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3863","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.klicklack.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3863","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.klicklack.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.klicklack.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.klicklack.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.klicklack.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3863"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.klicklack.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3863\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3924,"href":"https:\/\/www.klicklack.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3863\/revisions\/3924"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.klicklack.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3863"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.klicklack.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3863"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.klicklack.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3863"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}