{"id":3598,"date":"2024-12-07T19:39:25","date_gmt":"2024-12-07T18:39:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.klicklack.de\/?p=3598"},"modified":"2025-10-14T21:05:56","modified_gmt":"2025-10-14T19:05:56","slug":"videos-mit-systemkameras","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.klicklack.de\/?p=3598","title":{"rendered":"Videos mit Systemkameras?"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_3872\" aria-describedby=\"caption-attachment-3872\" style=\"width: 1667px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.klicklack.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/61A5947.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3872 size-full\" src=\"https:\/\/www.klicklack.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/61A5947.jpg\" alt=\"\" width=\"1667\" height=\"2500\" srcset=\"https:\/\/www.klicklack.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/61A5947.jpg 1667w, https:\/\/www.klicklack.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/61A5947-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.klicklack.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/61A5947-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.klicklack.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/61A5947-768x1152.jpg 768w, https:\/\/www.klicklack.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/61A5947-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/www.klicklack.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/61A5947-1366x2048.jpg 1366w\" sizes=\"auto, (max-width: 1667px) 100vw, 1667px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3872\" class=\"wp-caption-text\">T\u00fcrmchen. Der Aufbau ist leicht kopflastig und nicht wirklich standsicher. Der Aufbaumonitor stellt hier den nicht mehr vorhandenen Blackmagic- Recorder dar, um einen Eindruck davon zu vermitteln, worum es geht.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Manchmal \u00fcberkommt es jemandem und er hat die fixe Idee, einige Gedanken in ein\u00a0 Video zu konvertieren.<\/p>\n<p>Technisch ist das kein leichtes Unterfangen. Man braucht nicht nur eine ordentliche videotaugliche Kamera, sondern, was ebenso wichtig ist, ordentlichen Ton, wenn man etwas ordentliches haben will. Das bekommt man mit einer normalen Fotokamera wie meiner X-T2 von Fuji so nicht einfach hin. Deren Bildqualit\u00e4t ist aus meiner Sicht aber durchaus exzellent, wenn man einige Feinheiten beachtet und sie richtig nutzt. Das Problem liegt beim Ton. Der ist allerdings bei vielen Fotokameras einfach schlecht.<\/p>\n<p>Allerdings kann man auch an der Bildqualit\u00e4t der Fuji noch ein bisschen feilen. Vor allem bei der Farbabtastung, aber auch bei den Maximalkontrasten ist das der Fall.<\/p>\n<p>Dann braucht es eine gute Software, mit der man die Videos schneiden kann, diese mit Titeln versieht und den Ton anpasst, bis er passt.<\/p>\n<h1>Was also tun?<\/h1>\n<p>Was haben wir denn auf der Habenseite?<\/p>\n<ul>\n<li>Ein Test hat gezeigt, dass die erreichbare Qualit\u00e4t bei der X-T2 aus meiner Sicht schon ann\u00e4hernd Kinoqualit\u00e4t hat, wenn das Licht stimmt.<\/li>\n<li>Man kann sich die Farbanpassung in der Software weitgehend sparen. Von 200 Testvideos musste ich nur eines in dieser Hinsicht korrigieren. Die Ursache war ein Bedienungsfehler.<\/li>\n<li>Die normale Farbunterabtastung, mit der auf der eingelegten SD- Karte aufgezeichnet wird, ist 4:2:0 mit 8 Bit; das ist eher wie bei normalem MPEG2- Video.<\/li>\n<li>Am HDMI- Ausgang liegt ein 10Bit- 4:2:2- Signal an, das man abgreifen und auf einem externen Rekorder umleiten kann.<\/li>\n<li>Dieses Signal ist auch bei geringerer Aufzeichnungrate hochwertiger als das, was man mit der internen Aufzeichnung haben kann.<\/li>\n<li>Mit dem Kameraausl\u00f6ser kann auch der Rekorder gestartet werden.<\/li>\n<li>Diese hochwertigen Rekorder kommen von Blackmagic oder von Atomos.<\/li>\n<li>Man kann die Rekorder auch gebraucht und &#8222;\u00fcber den Preis&#8220; kaufen, die Qualit\u00e4t ist sehr \u00e4hnlich. Ich hatte ein Modell von Blackmagic, das ich g\u00fcnstig schie\u00dfen konnte.<\/li>\n<li>Diese Ger\u00e4te zus\u00e4tzlich zu beschaffen ist billiger als eine Highend- Videokamera. Und zudem \u00e4hnlich gut.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Was fehlt?<\/p>\n<ul>\n<li>Der Ton der T2 ist eigentlich grottenschlecht. Das ist aber nicht nur bei Fuji der Fall.<\/li>\n<li>Adaptiert man ein Klinkenkabel von der Kamera auf XLR, ist das eine mechanisch sehr instabile Verbindung. Die kleinen Klinkenbuchsen sind daf\u00fcr einfach nicht gemacht.<\/li>\n<li>Man braucht also einen separaten Rekorder f\u00fcr den Ton.<\/li>\n<li>Das wurde ein Tascam DR-60MKII..<\/li>\n<li>Ein externes Kondensatormikrofon, am besten ein l\u00e4ngeres Richtrohr- Modell und ein kleines Videomic sind dabei notwendig.<\/li>\n<li>Ein Windschutz aus synthetischem Fell sollte gleich mitbeschafft werden.<\/li>\n<li>Bei den Mikrofonen Bew\u00e4hrtes nehmen: Rode, Audio Technica, Sennheiser, Neumann, Schoeps oder auch Sanken sind wohl die bekanntesten. Wer zu den Gl\u00fcckseligen geh\u00f6rt, die etwas von Neumann oder den anderen Genannten besitzen, kann hier weglesen&#8230;<\/li>\n<li>Ein Lavaliermikrofon macht beweglich, wenn man das Signal per Funk \u00fcbertr\u00e4gt.<\/li>\n<li>Funkstrecken baut man ab besten per UHF- \u00dcbertragung. 443MHZ geht auch, kann aber sichtbare und schwer zu korrigierende Latenzen erzeugen. Ich nutze allerdings trotzdem das 443MHZ- Verfahren, weil die g\u00fcnstigsten guten Ger\u00e4te damit arbeiten.<\/li>\n<li>Meine Ger\u00e4tschaften erf\u00fcllen diese Bedingungen.<\/li>\n<li>Man braucht eine leistungsf\u00e4hige mobile Stromversorgung, die einige Stunden durchh\u00e4lt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Deshalb hier mal eine Beschaffungsliste:<\/p>\n<ul>\n<li>Fujis X-T2.<\/li>\n<li>Einen Tonrecorder mit mindestens vier Kan\u00e4len, die auch als Mikrofoneing\u00e4nge nutzbar sind.<\/li>\n<li>Meiner ist ein Tascam DR-60, den man auch unter die Kamera klemmen kann.<\/li>\n<li>Ein brauchbares Stativ. Das muss aber kein Schwermetall von Sachtler sein. Ich nutze ein Rollei C6i aus Carbon, weil keine Schwenks damit geplant sind.<\/li>\n<li>Ein Richtrohrmikrofon. Meines ist ein Audio Technica, das ich noch im Schrank hatte.<\/li>\n<li>Ein Rode- Videomic habe ich auch noch aus einem Projekt vor etwa 15 Jahren &#8222;zu liegen&#8220;.<\/li>\n<li>Einen externen HDMI- Rekorder. Meiner war ein Blackmagic 4K \u00e4lterer Bauart, der aber trotzdem sehr gut ist.<\/li>\n<li>Eine Funkstrecke. Sennheiser ist richtig gut, aber teuer. Daher wurde das ein Saramonic- System, das seinen Dienst tut. Ich habe allerdings ein besseres Lavaliermikrofon daf\u00fcr gekauft(Eines von Tascam).<\/li>\n<li>Ein paar Sicherheitsnadeln, um das Kabel an die Kleidung zu pinnen.<\/li>\n<li>Die Stromversorgung, die eigentlich den meisten Hirnschmalz braucht.<\/li>\n<li>Und ein Teleprompter macht manchmal auch Sinn.<\/li>\n<\/ul>\n<h1>Das schwierigste vorweg: Die Stromversorgung<\/h1>\n<p>Das Problem ist, dass man nun drei Ger\u00e4te hat, die Strom brauchen: Die Kamera, den Tonrekorder und den HDMI- Rekorder. Wir fangen mal mit dem einfachsten an; der Kamera:<\/p>\n<p>Die X-T2 hat einen kleinen Akku, der bei Videoaufzeichnung in HD nach sp\u00e4testens nach einer knappen Dreiviertelstunde leer ist. Normalerweise reicht das f\u00fcr einige Tests, aber man braucht Reserven. Ich habe einen Handgriff an der Kamera, der mit zwei Akkus funktioniert und so die Aufnahmezeit schon mal verdoppelt. Man kann die Kamera, wie mir sp\u00e4ter klar wurde, aber auch \u00fcber den USB- Anschluss mit Strom versorgen. Das entbindet von st\u00e4ndigen Akkuwechseln.<\/p>\n<p>Der Tascam- Rekorder l\u00e4uft regul\u00e4r mit Mignonzellen. Damit sollte er etwa drei bis f\u00fcnf Stunden durchhalten, wenn man alle vier Kan\u00e4le nutzt. Auch dieser kann \u00fcber seinen USB- Anschluss mit Energie versorgt werden. Eventuell geht es aber auch mit einem Batteriedummy, den man in eine Powerbank st\u00f6pseln kann.<\/p>\n<p>Das n\u00e4chste Individuum im Trio war ein gebrauchter HDMI- Rekorder von Blackmagic. Meiner lief mit LP-E6- Akkus, die man auch in einigen Canon- Kameras vorfinden kann. Ansonsten gibt es einen 12V- Anschluss, mit dem man das Ger\u00e4t \u00fcber ein Standard- 12V\/2A Netzteil am Netzstrom betreiben und die Akkus nachladen kann.<\/p>\n<p>Am besten ist es immer, wenn man das Ganze irgendwie zentralisiert. Es gibt Powerbanks mit ordentlich Leistung, die dieses Trio versorgen k\u00f6nnen. Ich musste danach suchen und ich habe meine auf die Empfehlung eines Kollegen aus dem DSLR- Forum hin besorgt. Dieses Ger\u00e4t liefert etwa 72 Wattstunden und reicht f\u00fcr drei Stunden, wenn alle Ger\u00e4te in Betrieb sind. Man muss es dann nur noch verkabeln und dann geht es.<\/p>\n<h1>Die gr\u00f6\u00dften Schw\u00e4chen<\/h1>\n<p>Schw\u00e4chen hat so ein System allerdings auch. Wenn man damit in die Landschaft zieht, muss man das Ganze zu einem T\u00fcrmchen aufbauen:<\/p>\n<ul>\n<li>Der Tonrecorder sitzt unter der Kamera.<\/li>\n<li>Auf der Kamera sitzt das Videomic f\u00fcr den Ton der Umgebung(Atmo genannt).<\/li>\n<li>Mindestens der Recorder f\u00fcr den Ton sollte extern mit Strom versorgt werden.<\/li>\n<li>Eine kleine Powerbank daf\u00fcr kann man z.B. am Batteriefachdeckel des Tascams mit Klettband befestigen.<\/li>\n<li>Es sind viele Kabelverbindungen herzustellen; dazu gleich mehr.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zudem neigt die Kamera zu \u00dcberhitzungserscheinungen: Sie steigt aus, wenn ein gewisses Temperaturnivaeu erreicht wird. Im Sommer ist nach einer guten Viertelstunde Drehzeit erstmal Pause zum Abk\u00fchlen des Ger\u00e4ts.<\/p>\n<h2>Die Kabelage<\/h2>\n<p>Wenn man sowas tut, geht das Ganze damit los, diese Dinge mit Strom zu versorgen.<\/p>\n<p>Der HDMI- Recorder bezieht seinen Strom neuerdings aus einer Powerbank. Erstes Kabel. Das zweite Kabel ist die USB-Verbindung zum Tonrecorder, um das Ger\u00e4t mit Strom zu versorgen. Kabel drei zur Powerbank ist das USB- Kabel zur Kamera. Strom h\u00e4tten wir dann ja schon mal&#8230;<\/p>\n<p>Dann geht es weiter mit den Signalen f\u00fcr das System, dier auch noch verteilt sein wollen. Kabel 1 ist die HDMI- Leitung zum Blackmagic- Recorder. An der Kamera ist ein Mini- HDMI-Ausgang und am Recorder ein normaler HDMI- Eingang.<\/p>\n<p>Kabel zwei geht vom Videomic in den Tonrecorder. Nummer drei ist der O-Ton des Sprechers, der aufgezeichnet sein will. Nummer vier geht dann noch vom Ausgang des Tascam auf den Toneingang der Fuji, weil man so genauer synchronisieren kann.<\/p>\n<p>Als letzes haben wir je nach Badarf ein Mikrofon oder eine Funkstrecke, die auch noch mit dem Recorder verbunden sein wollen.<\/p>\n<p>Ich glaube, dass das jetzt alle waren. Wer mitgez\u00e4hlt hat, sollte hier auf 7&#215;2 , also insgesamt 14 Steckverbindungen kommen.<\/p>\n<p>Baut man sich sowas im Studio auf, ist das kein Problem. Es d\u00fcrfte f\u00fcr Youtube- Videos kaum bewegt werden und daher zuverl\u00e4ssig laufen.<\/p>\n<p>Geht es damit nach drau\u00dfen, sieht das Ganze anders aus: Hier ist es wichtig, alles zu reduzieren, das irgendwie anf\u00e4llig werden kann. Dazu geh\u00f6ren vor allem kleine Verbindungen, die hier reichlich vorhanden und verschlei\u00dffreudig sind.<\/p>\n<h2>Das kurze und knackige Fazit: Besser mal nicht<\/h2>\n<p>Wenn wir an dieser Stelle \u00fcber die Bildqualit\u00e4t reden, kann ich sagen, dass das Ganze auf jeden Fall gut wird. Auch mit einer als Videokamera oft verschm\u00e4hten Fuji wie meiner ist das so. Und auch die Videos, die man auf der Speicherkarte aufzeichnet, sind in Ordnung. Aber die bessere Farbabtastung und die 10Bit- Aufzeichnung, die man am HDMI- Ausgang der Kamera anliegen hat, werden im Vergleich deutlich sichtbar, wenn die Bilder kontrastreicher werden.<\/p>\n<p>Den Autofokus sollte man besser nicht verwenden: Wenn man sich bewegt und mit relativ offener Blende arbeitet, \u00e4u\u00dfert sich das Nachfokussieren darin, dass sich die Bildsch\u00e4rfe im Hintergrund verschiebt: Das Bild &#8222;pumpt&#8220;, was beim Betrachten der Aufnahmen sehr st\u00f6rend ist. Wenn der Sensor der Kamera noch gr\u00f6\u00dfer wird als bei der Fuji(wir sind hier immerhin schon ann\u00e4hernd in einem 35mm- Format unterwegs), versch\u00e4rft sich das Problem noch. Abhilfe kann man hier nur durch manuelles Fokussieren und eher kleine Blenden schaffen. Die ISO kann man mit den Fujis durchaus auf 1600 oder mehr hochziehen, ohne dass das im fertigen Bild sichtbar wird.<\/p>\n<p>Das gilt in dieser Form auch f\u00fcr meine endg\u00fcltige L\u00f6sung weiter unten.<\/p>\n<p>Damit wird klar, dass das zwar einen Versuch wert und f\u00fcr die gelegentliche Nutzung ausreichend ist; und dass das kein Dauerzustand sein sollte. Wie sich gezeigt hat, kann man meistens auf die Umgebungsger\u00e4usche verzichten, wenn man einfach nur etwas ansagen will. Das ist schlie\u00dflich eine der Hauptanwendungen meiner im Freien gedrehten Videos. Am Ende kam eine andere L\u00f6sung dabei heraus:<\/p>\n<h1>Die Suche nach einer Alternative<\/h1>\n<p>Wenn es einen umtreibt, versucht man auch ein paar Alternativen. Die erste, mit der ich es versucht hatte, wer eine gebrauchte Panasonic HVX200. Die Kamera stand in fr\u00fcheren Zeiten mal auf meiner Wunschliste, kann aber heute, wie sich gezeigt hat, auch nicht mehr mit einer Kamera wie der X-T2 mithalten, wenn wir \u00fcber die Bildqualit\u00e4t reden. Ich habe diese Kamera etwas l\u00e4nger als eine Woche besessen und dann wieder abgesto\u00dfen. Kurzum: Die Bilder waren einfach nicht so gut, wie ich mir das dachte. Und man konnte nicht sehr gut manuell damit fokussieren, weil die Aufl\u00f6sung des Suchers daf\u00fcr nicht ausreichte und das Fokuspeaking nicht deutlich genug erkennbar war.<\/p>\n<p>Das Tonteil war allerdings sehr brauchbar; was zu Ehrenrettung Panasonics auch gesagt sein muss. Zudem lief diese Kamera mit den P2- Karten, die auch gebraucht immer noch sehr teuer sind. Und sie sind langsamer auszulesen als heute g\u00e4ngige SD- Karten. Als drittes Manko stellte sich heraus, dass man diese Karten praktisch nur mit Hilfe der Kamera auslesen kann, wenn man nicht noch zus\u00e4tzliche 4-700 Euronen in einen passenden -gebrauchten- Kartenleser investieren will. Das Ganze st\u00f6rt einfach den Workflow: Wenn man die Karte auslesen muss, muss die Kamera immer wieder abgebaut werden. Damit war die Panasonic wieder aus dem Rennen.<\/p>\n<h1>Eine Entscheidung<\/h1>\n<p>Am Ende kam es, wie es kommen sollte. Ich habe dann doch eine neue Videokamera gekauft, die ich f\u00fcr ausreichend f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre halte. Das wurde die oben in der \u00dcberschrift genannte Kamera, eine BMPCC in der 6K- Ausf\u00fchrung.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3873\" aria-describedby=\"caption-attachment-3873\" style=\"width: 2560px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.klicklack.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/61A5953-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3873\" src=\"https:\/\/www.klicklack.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/61A5953-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\" srcset=\"https:\/\/www.klicklack.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/61A5953-scaled.jpg 2560w, https:\/\/www.klicklack.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/61A5953-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.klicklack.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/61A5953-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.klicklack.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/61A5953-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.klicklack.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/61A5953-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.klicklack.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/61A5953-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/www.klicklack.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/61A5953-450x300.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3873\" class=\"wp-caption-text\">Besser im Handling: Die Blackmagic 6K im K\u00e4fig und mit montierter SSD, hier eine Samsung T7. Das Objektiv ist ein Canon 3,5-5,6\/18-135 IS STM.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Zu dieser Kamera kann ich mittlerweile sagen, dass sie sehr gut ist, aber auch ihre Schw\u00e4chen hat.<\/p>\n<p>Zuerst einmal muss gesagt werden, was sie nicht kann:<\/p>\n<ul>\n<li>Der Autofokus ist langsam. Das ist aber kein Problem, wenn man wei\u00df, wie das Problem umgangen werden kann; n\u00e4mlich durch Nichtnutzung und kleinere Blenden, die man so w\u00e4hlt, dass der Bereich, in dem man sich bewegt in der Sch\u00e4rfeebene liegt.<\/li>\n<li>Das Tonteil kann nur zwei Kan\u00e4le. Wenn man mehr braucht, braucht man einen externen Recorder; entweder f\u00fcr die &#8222;Atmo&#8220; oder den O-Ton, den man bei einer Ansage aufzeichnen will. Ein Tascam ist schon oder immer noch hier&#8230;<\/li>\n<li>Die Mikrofoneing\u00e4nge sind in Mini- XLR ausgef\u00fchrt. Man muss mit einem Adapterkabel arbeiten. Was aber immer noch besser ist, als mit den 3,5mm- Klinkensteckern zu tun.<\/li>\n<li>Ich habe eine 6K. Damit geht RAW auch nur mit 6K- Aufzeichnung. HD422 in 10Bit und 4K ProRes kann man aber damit aufnehmen.<\/li>\n<li>Passende CFast 2.0- Speicherkarten sind teuer. Man kann sich hier mit einer externen SSD behelfen. Eventuell kann hier der Gebrauchtmarkt Abhilfe schaffen.<\/li>\n<li>Meine guten Fujilinsen kann man leider nicht daran verwenden. Canon EF-S geht aber damit.<\/li>\n<li>Ich habe bisher noch keine M\u00f6glichkeit der Fernbedienung entdeckt. Mich st\u00f6rt es nicht, aber es sollte erw\u00e4hnt sein.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auf der Habenseite gibt es das hier:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Kamera l\u00e4uft mit LP-E6- Akkus. Die sind als Nachbauten in gr\u00f6\u00dferer Menge \u00fcberall zu beschaffen. USB- Lader sind aber zu empfehlen, damit man immer genug davon hat. Eine Ladestelle pro Akku ist empfehlenswert und mit g\u00fcnstigen USB- Ladern auch in die Realit\u00e4t umsetzbar.<\/li>\n<li>Die Bildqualit\u00e4t reicht auf jeden Fall f\u00fcr Fernsehen und Kino. Zumindest ist das mein Eindruck. Bis 1600 ISO sollte das auf jeden Fall gehen.<\/li>\n<li>Passende Objektive f\u00fcr das Canon- Bajonett sind preiswert auf dem Gebrauchtmarkt verf\u00fcgbar. Wenn man zu guten Linsen greift, reichen die auch f\u00fcr 6K; falls das n\u00f6tig werden sollte. Ich nutze momentan ein Sigma EX 2,8\/18-55, ein EX 2,8\/50-150 und ein Canon EF-S 10-22. Als Universallinse habe ich noch ein Canon EF-S 18-135 IS STM.<\/li>\n<li>Die beiden Tonkan\u00e4le sind nach meinem Geh\u00f6r von guter Qualit\u00e4t, was ebenfalls wichtig ist.<\/li>\n<li>Die Kamera ist ein Gesamtsystem, bei dem die Schnittsoftware als Systembestandteil gesehen werden kann: Adobe- Abos kann man sich hier sparen; es wird nicht erkennbar besser, als es ohnehin schon ist.<\/li>\n<li>Man kann die Kamera \u00fcber ihren Netzteilanschluss auch an einer Powerbank betreiben.<\/li>\n<li>SSDs als Aufnahmemedien vereinfachen die Arbeit.<\/li>\n<li>Es gibt passende Rigs, auf denen man die SSD und einen Monitor befestigen\u00a0 kann.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Damit haben wir hier mal alles Wesentliche zusammengefasst. Ich komme mit der Kamera blendend zurecht. Die Einstellmen\u00fcs sind z.B. selbsterkl\u00e4rend; man braucht mit etwas Wissen eigentlich keine Anleitung, um die Kamera bedienen zu k\u00f6nnen. Ein bisschen fummeln und ein bisschen spielen und fertig ist der Lack.<\/p>\n<p>Meine Kamera ist in einem Smallrig- K\u00e4fig montiert. Ein SSD- Halter, der sowohl kleine PNY- SSDs wie auch Samsungs T7- Modelle aufnehmen kann, ist am K\u00e4fig montiert. Einen separaten HDMI- Monitor habe ich mir auch noch beschafft. Dieser ist ein einfaches HD- Modell. Zum Beurteilen reichen die sieben Zoll Bildschirmgr\u00f6\u00dfe aus. Und das Fokuspeaking der Kamera kann man auch darauf darstellen.<\/p>\n<p>Wichtig ist auch, die Datentransferrate der genutzten SSD zu beachten. Die erw\u00e4hnten PNYs sind sch\u00f6n klein und zum Bildermachen auch schnell genug. RAW braucht aber mehr als die damit maximal m\u00f6glichen 330 MByte\/Sekunde, mit denen man auf diese Modelle schreiben kann. Die zus\u00e4tzlich beschaffte T7 von Samsung nimmt bis zu 1GB\/Sek. und reicht auf jeden Fall auch noch aus, wenn sie fast voll ist: Volle Speichermedien verlieren an Geschwindigkeit, was man nicht vergessen sollte. Will man nur in ProRes 422 in UHD aufnehmen, reicht die PNY. F\u00fcr HQ aber nicht mehr.<\/p>\n<p>Ansonsten kann man auch mit CFast 2.0- Karten arbeiten und diese in die Kamera einsetzen. Ich w\u00fcrde es nicht tun; die SSD- L\u00f6sung mit der Disk auf der Rig ist einfach praktikabler, weil man sich so einen Kartenleser sparen kann und wie bisher mit einem Leser f\u00fcr die SD- Karten auskommt. SD-Karten nimmt die Kamera auch. Ausreichend schnelle Karten kosten aber immer noch das Doppelte einer SSD. Insofern ist die Nutzung der Kartenslots bei dieser Kamera nur sinnvoll, wenn die Kamera kompakt bleiben soll.<\/p>\n<p>Ein anderer wichtiger Schwachpunkt ist die Stromversorgung. Die standardm\u00e4\u00dfigen E6-Akkus reichen bei RAW-Aufnahmen f\u00fcr ca. 40 Minuten. Wenn man etwas l\u00e4nger mit der Kamera unterwegs ist, sollte man an Reserven denken. Es gibt auch einen Akkugriff f\u00fcr die Kamera, der mit Sony- Akkus betrieben werden kann. Das kann helfen, weil die Akkus gr\u00f6\u00dfer sind.<\/p>\n<p>Was man sonst noch wissen sollte:<\/p>\n<ul>\n<li>Wenn man von RAW in 6K nach AVC- Intra rendert, hat man einerseits einen guten Master, weil das Format hochwertig ist. Andererseits dauert das Rendern der Filme relativ lange.<\/li>\n<li>ProRes nach AVC- Intra oder auch H.265 geht dagegen sehr flott.<\/li>\n<li>Je schneller der Rechner insgesamt ist, desto schneller geht die Nachbearbeitung. Hierbei ist wichtig, dass das Zusammenspiel zwischen eigentlichem Rechner(der CPU) und der Grafikkarte wichtiger ist als einen Rechner zu haben, der nur an einer Stelle schnell ist. Ich habe durchaus auch schon mal mit Leuten diskutiert, die nominal eine doppelt so schnelle Kiste wie die meinige hatten und deren Systeme trotzdem die doppelte Zeit meiner Kiste f\u00fcr identische Files brauchten.<\/li>\n<li>Ton ist sehr wichtig!<\/li>\n<\/ul>\n<p>Um separate Fotos zu machen, was oft sinnvoll ist, kann man diese Kamera mit einer Spiegelreflexkamera erg\u00e4nzen. Diese Kamera muss auch nicht neu sein; eine 7DMkII ist mehr als hinreichend. Die Anzahl der aufgenommenen Bilder wird zwar eher gering sein, wie meine Erfahrungen besagen. Aber wenn man das Ganze auch in Qualit\u00e4t auf dem Rechner sehen will, ist es sinnvoll, mit separaten Fotos zu arbeiten. Eigentlich ist das der Sinn der Existenz meines 18-135, aber es ist auch f\u00fcr meine Videos mehr als ausreichend gut. Man kann auch aus den Blackmagic- RAWs Negative erzeugen, aber das ist eigentlich aufw\u00e4ndiger und daher nur als Notnagel zu verstehen, wenn man keine andere Kamera zur Verf\u00fcgung hat.<\/p>\n<p>Zur Technik: Die Fotos sind mit einer Canon Eos 7D MkII entstanden. Keine weitere Bearbeitung und keine Nacharbeit, weil diese Bilder ausschlie\u00dflich dokumentarische Zwecke erf\u00fcllen sollen.<\/p>\n<h1>Upgrade<\/h1>\n<p>Das ist meine relativ alte Meinung, die dank einer gewissen Lernkurve noch in Bewegung ist. Mittlerweile habe ich auch das ein bisschen ge\u00e4ndert. Die Blackmagic kommt derzeit nur f\u00fcr Ansagen in Frage. F\u00fcr anderes gibt es mittlerweile auch bei Fuji Kameras, mit denen man hochwertige Farbfilmchen machen kann. Ich drehe vieles drau\u00dfen mittlerweile mit der X-H2s von Fuji ooder ich nutze deren X-T5. Die Qualit\u00e4t ist immer noch gut und vor allem, wenn man nur den Ton aus der Umgebung braucht, kann man das vorhandene Rode Videomic auf die Kamera setzen und damit arbeiten. Der Ton ist bei Fuji mittlerweile auch deutlich besser geworden, was bei der T2 ein Handicap gewesen ist. F\u00fcr die meisten Anwendungen reichen eigentlich auch h.264- Bilder, die man sehr bequem auch mit einer Gimbalkamera wie meiner DJI Pocket 2 machen kann,<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manchmal \u00fcberkommt es jemandem und er hat die fixe Idee, einige Gedanken in ein\u00a0 Video zu konvertieren. 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