{"id":1345,"date":"2014-07-07T10:17:57","date_gmt":"2014-07-07T09:17:57","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.klicklack.de\/?page_id=1345"},"modified":"2026-03-04T00:13:21","modified_gmt":"2026-03-03T22:13:21","slug":"microstocks-ein-weg-zur-qualitatssicherung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.klicklack.de\/?page_id=1345","title":{"rendered":"Microstocks- Ein Weg zur Qualit\u00e4tssicherung?"},"content":{"rendered":"<p>Wie viele andere auch, treibt es einen Fotoamateur gelegentlich zu \u00dcberlegungen, Geld mit den ohnehin vorhandenen Bildern zu verdienen.<\/p>\n<p>Sehr popul\u00e4r ist es unter einer bestimmten Gruppe von Amateuren, sich bei einer oder mehreren Microstock-Bildagenturen zu registrieren und die Bilder dort anzubieten. Ein Aspekt ist allerdings vielen Mitmenschen nicht bewusst. Das ist der der Qualit\u00e4t. Viele Leute fotografieren mit ihrem Smartphone und sind gl\u00fccklich mit ihren Bildern. Das ist legitim und deshalb in Ordnung.<\/p>\n<p>Aber was wird, wenn man gutes Equipment hat und vielleicht darauf zielt, die Arbeiten auch zu verkaufen? Dann wird das Ganze schon etwas schwieriger. Man muss das in der letzten Seite Genannte weiter fortschreiben. Und ein paar weitere Gedanken in dieses Thema investieren.<\/p>\n<p>Man kann es drehen und wenden, wie man will, aber auch Billig- Bildagenturen fordern ein Mindestma\u00df an Qualit\u00e4t, das zu liefern ist, wenn die Bilder angenommen werden sollen. Auch wenn die Qualit\u00e4t aufgrund der anfallenden Mengen sehr wahrscheinlich nur grob gepr\u00fcft wird, werden minderwertige Bilder im Regelfall gefunden.<\/p>\n<p>Die Anforderungen der Microstock-Agenturen sehen in der Regel so aus:<\/p>\n<ul>\n<li>Sch\u00e4rfe: Je sch\u00e4rfer desto besser. Am besten ist, wenn man nicht mehr in der Bildbearbeitung nachhelfen muss.<\/li>\n<li>Sch\u00e4rfentiefe: Bei Landschaften wird in aller Regel gefordert, dass das Bild von vorn bis hinten scharf ist. Ist das Wetter windig, kann man die Kamera in der Regel gleich wieder einpacken, auch bei sehr kurzen Verschlusszeiten.<\/li>\n<li>Bewegungsunsch\u00e4rfen: In der Regel ein No-Go.<\/li>\n<li>Rauschen: Das geht gar nicht. Ein Hauch davon reicht.<\/li>\n<li>Motiv zweimal eingereicht: Geht auch nicht, das wird gepr\u00fcft.<\/li>\n<li>Als JPEG aufgenommen: Das ist in der Regel sichtbar. F\u00fcr den Hausgebrauch ausreichend, aber f\u00fcr Agenturbildchen meistens nicht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Man kann das auch noch anders interpretieren: Es wird zwar damit geworben, dass man auch Bilder von Smartphones einreichen kann, aber im Regelfall werden diese Bilder keinen Weg in die Agentur finden. Auch nicht, wennn das Motiv wirklich ungew\u00f6hnlich ist. Bilder von einem schweren Verkehrsunfall in schlechter Qualit\u00e4t kann man vielleicht einem Fernsehsender oder einer Boulevardzeitung verkaufen, wenn es keine anderen Bilder gibt, aber sobald es um Qualit\u00e4t geht: No-Go.<\/p>\n<p>Damit hat man einen Ansatz, der weiter geht, als das mit dem \u00fcblichen Pixelpeepen m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Also machen wir das wie bei einem Kochrezept: Man nehme eine willk\u00fcrliche Auswahl von Bildern, lade sie bei einer solchen Agentur hoch, verschlagworte sie und warte auf Antwort. Wichtiger als die Bezahlung der Bilder ist hierbei eine m\u00f6glichst schnelle Antwortzeit. Am schnellsten d\u00fcrfte Fotolia sein. Bei denen dauert das im Regelfall eine Woche nach der Registrierung und etwa drei bis f\u00fcnf Tage, wenn man sp\u00e4ter neue Bilder nachl\u00e4dt.<\/p>\n<p>Wichtig ist dabei, alle Regeln hinsichtlich Qualit\u00e4t zu vergessen und das ohne weitere Selektion zu tun. Dann hat man einen Querschnitt dessen, was der Durchschnittsmensch als gut empfindet. Interessanterweise kommen nach dieser Methode etwa 70% der Bilder nicht durch die \u00dcberpr\u00fcfung. Wie war das noch mit der Stammtischmeinung zum Kamerakauf&#8230;?<\/p>\n<p>Wichtig ist auch, zu wissen, dass die Anforderungen sehr unterschiedlich sind, auch was die Qualit\u00e4t der Bilder angeht. Es gibt durchaus Agenturen, die einfach alles aufnehmen. Das ist zwar kein Garant f\u00fcr Umsatz, wie bei Fotolia auch, aber es h\u00e4lt den Fotografen vermutlich bei der Stange, bis es entweder Umsatz gibt oder der Fotograf das Handtuch wirft.<\/p>\n<p>Ob man \u00fcberhaupt etwas verkaufen kann und dann auch noch nennenswerte Ums\u00e4tze erzielt, ist sehr fraglich. Die Bildermengen in den Agenturen sind sehr gro\u00df. Hier sei mal eine Zahl in den Raum geworfen, wie die Verh\u00e4ltnisse sind: Sehr kleine Agenturen hatten in Anfang der 1990er etwa 15-20000 Bilder als Dias im Angebot. Die Pr\u00e4ferenz lag auf dem Mitelformat ab 4,5x6cm. bei mittelgro\u00dfen Agenturen waren es um die 150000-500000 Bilder und die ganz Gro\u00dfen hatten vielleicht eine bis zwei Millionen Bilder in ihren Archiven.<\/p>\n<p>Heute hat eine gro\u00dfe Agentur wie Fotolia rund 30 Millionen Bilder im Angebot. Die Gr\u00f6\u00dfe des Aufnahmeformats ist dabei gleichg\u00fcltig.<\/p>\n<p>Die Anforderungen waren dieselben wie heute, es waren aber weniger Leute mit der Kamera unterwegs, um Bilder zu liefern. Es gab mehr Printmedien und entsprechend h\u00f6here Honorare, aber auch weniger Verk\u00e4ufe. Die Umsatzzahlen pro Fotograf waren dagegen h\u00f6her. Zum Vergleich: Ein Bildverkauf bei einer Agentur brachte dem Verk\u00e4ufer in 1990 mindestens 15 Euro, heute sind das 25 Cent im kleinsten Format. Man muss ein einzelnes Bild demnach mindestens 60mal verkaufen, um auf den gleichen Betrag zu kommen. Theoretisch ist das m\u00f6glich, aber Gl\u00fcck geh\u00f6rt dazu&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie viele andere auch, treibt es einen Fotoamateur gelegentlich zu \u00dcberlegungen, Geld mit den ohnehin vorhandenen Bildern zu<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1345","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.klicklack.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1345","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.klicklack.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.klicklack.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.klicklack.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.klicklack.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1345"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.klicklack.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1345\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4414,"href":"https:\/\/www.klicklack.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1345\/revisions\/4414"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.klicklack.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1345"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}