{"id":1322,"date":"2014-06-25T22:23:57","date_gmt":"2014-06-25T21:23:57","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.klicklack.de\/?page_id=1322"},"modified":"2026-03-04T00:01:26","modified_gmt":"2026-03-03T22:01:26","slug":"wie-vorgehen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.klicklack.de\/?page_id=1322","title":{"rendered":"Wie vorgehen?"},"content":{"rendered":"<p>Das Ger\u00e4t ist nun nach elendiger Suche im Haus. Seite 1 ist gelesen, das Sortieren ist gelernt. Nun kann man anfangen, an der Qualit\u00e4tssicherung zu arbeiten.<\/p>\n<p>Dann kommt die Frage auf, wo man denn nun ansetzen soll. Die Antwort ist schwierig.<\/p>\n<p>Im Normalfall ist eine digitale Kamera werksseitig darauf eingestellt, die aufgenommenen Bilder im JPEG-Format einzuspeichern, Das ist qualitativ nicht das Optimum, wie sich herausgestellt hat, hat aber auch seine Vorz\u00fcge, wenn die Daten gut sind. Zuerst einmal die wesentlichen Nachteile des Formats:<\/p>\n<ul>\n<li>Komprimierte Daten sind immer verlustbehaftet.<\/li>\n<li>Nur 8 oder 12 Bit Farbtiefe pro Kanal.<\/li>\n<li>Kritisch in der Nachbearbeitung.<\/li>\n<li>Nur zum Hausgebrauch und f\u00fcr Internetfotos geeignet.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Geht man in der Betrachtung weiter, kann man auch von etwas anderem ausgehen. Diese Daten haben auch ihre Vorz\u00fcge:<\/p>\n<ul>\n<li>Kompakheit spart Plattenplatz: Das kann vorteilhaft sein, wenn man nicht genug davon hat. Zudem kann man mit einer kleineren Speicherkarte arbeiten.<\/li>\n<li>Die kritische Nachbearbeitung zwingt zur Vorsicht. Wer sich selbst disziplinieren kann, kann so sp\u00e4ter an bessere Bilder kommen, wenn die Lernkurve steil genug ist.<\/li>\n<li>Wenn man in der Lage ist, gute JPEGs zu erzeugen, spart man in der Nachbearbeitung viel Zeit.<\/li>\n<li>Trotz ihrer Nachteile: Ich habe auch schon Abz\u00fcge in 70\/100 davon gemacht und das von Aufnahmen, an deren Qualit\u00e4t jeder in meinem Umfeld gezweifelt hat. Die Abz\u00fcge sind \u00fcbrigens einwandfrei(scharf und nur wenig Rauschen) und h\u00e4ngen bei mir an der Wand.<\/li>\n<li>Es handelt sich um das Format, das am h\u00e4ufigsten genutzt wird, um Bilder weiterzuverbreiten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Besser ist es sp\u00e4ter allerdings, im RAW-Format aufzunehmen und von dort entweder ins TIFF-Format zu wandeln oder die RAWs zu behalten und dann in das JPEG-Format zu konvertieren. Die Vorteile:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Qualit\u00e4t selbst konvertierter JPEGs ist besser steuerbar, weil man das Ganze besser unter Kontrolle hat.<\/li>\n<li>Ebenso wie die JPEGs kann man die Daten ins TIFF-Format wandeln und sie direkt als Druckvorlage verwenden.<\/li>\n<li>TIFF ist ein verbreitetes hochwertiges Bildformat. RAWs sollten immer dahin gewandelt werden. Anschlie\u00dfend kann man die RAWs im Orcus der Geschichte verschwinden lassen.<\/li>\n<li>H\u00f6here Farbtiefe bei den RAW-Daten: Oft 14 statt 8 oder 12 Bit.<\/li>\n<li>Gerade Aufnahmen bei wenig Licht sind damit qualitativ besser unter Kontrolle zu bekommen, weil mehr Information zum Nacharbeiten vorhanden ist.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Nachteile sind dagegen eher technischer und marginaler Natur:<\/p>\n<ul>\n<li>Man braucht einen passenden Konverter: Das mitgelieferte Silkypix von Fuji ist gut zum Starten, aber bei h\u00f6her eingestellter Kamerampfindlichkeit(ISO) eigentlich ziemlich schlecht. Besser geht&#8217;s derzeit mit Capture One.<\/li>\n<li>Platzbedarf auf der Festplatte. Das l\u00e4sst sich reduzieren, indem man nach TIFF wandelt und von dort aus nur die JPEGs macht, die auch gebraucht werden. Man muss aber immer noch mit dem Faktor 5-10 kalkulieren. Das ist der Preis f\u00fcr die h\u00f6here Qualit\u00e4t.<\/li>\n<li>Wandeln kostet Zeit. Man braucht also einen schnellen und richtig konfigurierten Rechner ohne Effektgehampel, Soundtr\u00f6del\u00a0 und irgendwelche Autostartfunktionen, die man nicht braucht oder auch manuell ausf\u00fchren kann, falls das notwendig wird.<\/li>\n<li>TIFF-Dateien werden von den meisten Gro\u00dflaboren nicht angenommen, die sind einfach zu gro\u00df.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Alles soweit begriffen? Nicht vergessen: Die Kamera-JPEGs kann man hinsichtlich ihrer Gr\u00f6\u00dfe oder Aufl\u00f6sung nicht beeinflussen. Meistens ist das Kompressionsfaktor 6. Das ist eher der untere Brereich, das sollte man wissen. Bei Faktor 5, den ich hier aus Platzgr\u00fcnden nutze, ist die Qualit\u00e4t gerade noch so akzeptabel dass es auf dem Monitor halbwegs gut aussieht. 6 ist eine Stufe dar\u00fcber. Ab 4 abw\u00e4rts wird es schon richtig schlecht, weil auch die Farbdichte sinkt. Den Unterschied sieht man erst, wenn man mal ausgiebig verglichen hat, um sich ein Bild zu machen.<\/p>\n<p>Das bedeutet, dass man anwendungsorientiert arbeitet: JPEG ist f\u00fcr Familien- und &#8222;Hochditeassen&#8220;-Bilder ausreichend: Tante Erna sieht&#8217;s mit Sicherheit nicht auf ihrem 9\/13-Abzug. F\u00fcr Besseres und kommerzielle Anwendungen ist RAW mit anschlie\u00dfender Konvertierung Ma\u00dfnahme der Wahl. Wenn man das Ganze aus Platz- oder Geschwindigkeitsgr\u00fcnden trotzdem in JPEG haben will oder potenzielle Kunden danach verlangen, sollte man zur h\u00f6chsten Qualit\u00e4tsstufe greifen. Das ist Stufe 12, die auch als 100% bezeichnet wird. Die Bilder werden dann zwar oft kaum kleiner als die RAW-Daten, aber daf\u00fcr erheblich besser.<\/p>\n<p>Das mal als wesentliche Binsenweisheiten. Beachten sollte man aber trotzdem noch immer die bereits geschriebenen Feinheiten:<\/p>\n<ul>\n<li>Das Bild hat scharf zu sein, wo es scharf sein muss.<\/li>\n<li>Die Komposition muss stimmig wirken.<\/li>\n<li>Sicherstellen, dass genug Information im Bild ist.<\/li>\n<li>Das beste bezahlbare Ger\u00e4t nehmen.<\/li>\n<li>Nicht vom Fotoh\u00e4ndler beeinflussen lassen, wenn er versucht, etwas um jeden Preis zu verkaufen. Ist das Angebot &#8222;nur jetzt&#8220; g\u00fcltig oder &#8222;besonders g\u00fcnstig&#8220; oder der &#8222;Sensor besonders gut&#8220;, lagert das Ger\u00e4t meistens nur zu lange im Laden.<\/li>\n<li>Wirklich selektiv selektieren und vor allem:<\/li>\n<\/ul>\n<h1><strong>SELBST DENKEN!<\/strong><\/h1>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Ger\u00e4t ist nun nach elendiger Suche im Haus. 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